Yann Bisseck wird bei Inter Mailand auch „Il Bisteccone“ genannt – das große Steak. Das Eigengewächs des 1. FC Köln greift am Samstagabend nach Europas Krone in der Champions League.
Wenn am Samstagabend um 21 Uhr der Anpfiff in der Münchner Allianz Arena ertönt, wird Yann Bisseck wohl in der Startelf bei Inter Mailand stehen. Der 24-Jährige will mit den Nerazzurri die Champions League gewinnen. Im Finale steht allerdings Paris St Germain noch im Weg.
Dass Bisseck in seinem zweiten Jahr bei Inter bereits zur Stammkraft erwachsen ist, ist der vorläufige Höhepunkt einer beeindruckenden Karriere, die man beim 1. FC Köln mit einem lachenden und einem weinenden Auge verfolgt. Bisseck war beim FC als verletzungsanfällig und deshalb als gescheitert abgestempelt, mehrfach verliehen und schließlich verkauft worden. Nun weint man dem Eigengewächs nach.
Diese FC-Spieler gewannen die Champions League
Dennoch werden am Samstagabend am Geißbockheim die Daumen gedrückt, wenn endlich mal wieder ein ehemaliger Spieler des 1. FC Köln die Champions League gewinnen kann. In den letzten 30 Jahren gelang dies nur Hansi Flick als Trainer des FC Bayern 2020, davor Carsten Jancker 2001 mit den Bayern, Bodo Illgner 2000 und 1998 mit Real Madrid sowie Jürgen Kohler 1997 mit Borussia Dortmund.
Andere Spieler wie Jörg Heinrich, Maniche oder Claudio Pizarro wechselten erst nach ihren Triumphen in der Königsklasse nach Köln. Dass jedoch ein Spieler von den Geißböcken in die große Fußballwelt zog, um den größten europäischen Vereinstitel zu gewinnen, ist eine Ausnahme in der FC-Geschichte.
Bisseck spielt erst im zweiten Jahr in einem Top-Team. Mir gefällt er ungemein, ich erachte ihn als die Zukunft dieser Mannschaft.
Giuseppe Bergomi
Bisseck könnte am Samstagabend also nicht nur Mailänder, sondern auch Kölner Geschichte schreiben – und damit womöglich den Grundstein für eine lange Karriere bei Inter legen. Denn eine Legende des Traditionsclubs adelte den gebürtigen Kölner bereits. Giuseppe Bergomi, Weltmeister von 1982, schrieb in einer kicker-Kolumne: „Bisseck spielt erst im zweiten Jahr in einem Top-Team. Mir gefällt er ungemein, ich erachte ihn als die Zukunft dieser Mannschaft.“ Allerdings braucht es für den Triumph am Samstag eine besondere Leistung. PSG gilt als leicht favorisiert.








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