Kaderplanung rollt an: „Bin gespannt, was sie an Land ziehen werden“

Thomas Kessler. (Foto: Bucco)
Thomas Kessler. (Foto: Bucco)

Erst der Trainer, dann der Kader: Diese Reihenfolge will der 1. FC Köln befolgen. Daher befindet sich die Trainersuche vor dem Abschluss. Ab nächster Woche will der FC auch auf dem Transfermarkt durchstarten.

Der 1. FC Köln steckt in den abschließenden Verhandlungen bei der Trainersuche. Die Gespräche mit allen Kandidaten sind geführt. Nun muss Sportdirektor Thomas Kessler einen Deal abschließen. Lukas Kwasniok ist der Favorit, wer darüber hinaus noch in der Verlosung ist, ist nicht bekannt.

Sobald die Trainerfrage geklärt ist, muss Kessler mit dem neuen Übungsleiter den Bundesliga-Kader der Geißböcke besprechen. Viel Geld steht nach dem bereits getätigten Transfer von Ragnar Ache nicht zur Verfügung. Der FC will auch Leihgeschäfte ins Auge nehmen. Auf fast allen Positionen sieht der Sportchef Bedarf (der GEISSBLOG berichtete).

Hübers warnt vor „Luftschlössern“

Was wird der FC also für die Bundesliga tun? Auch Timo Hübers hat sich diese Frage schon gestellt. Im Podcast kicker meets DAZN sprach der FC-Kapitän in dieser Woche über mögliche Neuzugänge und ob er einen großen Umbruch befürchtet. „Wir haben noch keinen neuen Trainer und viele Verträge, die 2026 auslaufen“, sagte Hübers. „Ich hoffe aber, dass – wie letztes Jahr – viele sagen, dass sie bleiben. Dann haben wir ein richtig gutes Gerüst, das über mehrere Jahre zusammenspielt hat und durch dick und dünn gegangen ist.“

Hübers machte aber keinen Hehl daraus, dass Kesslers Analyse zutrifft und auch Friedhelm Funkel mit seiner Aussage recht hatte, wonach der FC mindestens vier bis sechs Spieler in der Leistungsspitze bräuchte. „Es ist unbestritten, dass wir punktuell in der Spitze was tun müssen, da dürfen wir keine Luftschlösser bauen“, sagte Hübers, der als einziges Ziel für die nächste Saison den Klassenerhalt sieht: „Für uns wird es in erster Linie darum gehen nicht abzusteigen.“

Ich würde mir wünschen, den Weg, den wir in der 2. Liga durch die Transfersperre erzwungenermaßen gegangen sind, weiterzugehen

Timo Hübers

Hübers blickt jedoch mit Vorfreude auf die neuen Spieler und die neue Konkurrenz, die wohl auch seine eigene Position betreffen wird. „Man hört ja, dass der FC jetzt wieder gesünder ist, deswegen bin ich gespannt, was sie in die Hand nehmen und an Land ziehen werden“, sagte der 28-Jährige. Seine eigene Zukunft ließ der Innenverteidiger offen, betonte zwar, dass er von seinem eigenen Verbleib in Köln ausgehe, aufgrund seines Vertrags bis 2026 aber nichts ausschließen könne (der GEISSBLOG berichtete).

Den eingeschlagenen Weg der Geißböcke, auf junge Spieler zu setzen, sieht Hübers aber weiter als den richtigen an. „Ich würde mir wünschen, den Weg, den wir in der 2. Liga durch die Transfersperre erzwungenermaßen gegangen sind, weiterzugehen“, sagte Hübers. „Das heißt, junge Spieler weiterzuentwickeln, den Stamm beizubehalten. Gerade, wenn man nicht das größte Budget hat, liegt darin eine große Chance. In unserer Mannschaft schlummert eine Menge Potenzial, das Lust auf mehr macht.“

Hübers war auch Teil des Problems

Das Potenzial jedoch muss nun auf Bundesliga-Niveau gehievt werden. Dazu braucht es den richtigen Trainer, aber auch die richtigen Führungsspieler. Darin hatte in der abgelaufenen Saison ein Problem gelegen. Auch Hübers hatte zu selten dafür sorgen können, dass die Mannschaft auf dem Platz selbstregulierend eingriff. Kessler sucht daher nicht nur in der Leistung wichtige Spieler, sondern auch als neue Leader, um die jungen Spieler anzuführen.

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