Steffen Tigges zählt beim 1. FC Köln zu den Kandidaten für einen Abgang in diesem Sommer. Berichte aus der Schweiz sorgen im Lager des Stürmers allerdings für Verwunderung. So geht es für Tigges weiter.
Es klang in der Theorie eigentlich ganz logisch: Um wieder mehr Spielzeit zu erhalten, könnte sich Steffen Tigges dem FC St. Gallen anschließen und damit seinem früheren Förderer Enrico Maaßen in die Schweiz folgen. Unter jenem Trainer hatte der Stürmer des 1. FC Köln einst die Zweitvertretung von Borussia Dortmund als Kapitän angeführt und die 3. Liga geschossen. Das Problem: An der schönen Geschichte ist rein gar nichts dran.
Ein Bericht des Blick, demzufolge Tigges‘ Wechsel zum Schweizer Erstligisten geplatzt sei, weil der Angreifer zu viel Gehalt verlangt habe, sorgt im Lager des 26-Jährigen für größte Verwunderung. Tigges‘ Berater Sebastian Voss stellt im Gespräch mit dem GEISSBLOG klar: „Wir haben keine Gespräche mit St. Gallen geführt.“
2. Bundesliga das realistische Ziel
Wie es zu den Gerüchten kam? Völlig unklar. Fakt ist hingegen, dass Tigges mit hoher Wahrscheinlichkeit auf dem Platz stehen wird, wenn Lukas Kwasniok kommenden Montag am Geißbockheim zum Trainingsauftakt bittet. Was wiederum nicht heißt, dass der Stürmer, der noch bis 30. Juni 2026 unter Vertrag steht, auch mit dem FC in die Bundesliga-Saison starten wird.
Das vergangene Zweitliga-Jahr, in dem Tigges nur dreimal beginnen durfte (insgesamt 363 Einsatzminuten), verlief für alle Seiten nicht zufriedenstellend. Der Ex-Dortmunder weiß, dass er mehr Spielzeit benötigt und diese beim FC in der Bundesliga aller Voraussicht nach nicht erhalten wird. Sein Berater sagt: „Es hat ein Gespräch mit Thomas Kessler gegeben. Steffens Chancen, auf Einsatzzeit zu kommen, sind gering. Daher sind alle Seiten um eine Lösung bemüht.“
Sollte sich Steffen verändern, muss sportlich und auch darüber hinaus alles passen.
Tigges-Berater Sebastian Voss
Tigges steht einem vorzeitigen Abschied aus Köln folglich offen gegenüber. Wenngleich sein Interessenvertreter Voss noch ergänzt: „Sollte sich Steffen verändern, muss sportlich und auch darüber hinaus alles passen.“ Dem Vernehmen nach würde der gebürtige Osnabrücker einen Wechsel innerhalb von Deutschland oder aber ins NRW-nahe Ausland bevorzugen – selbst wenn sich sein Ex-Trainer Maaßen noch aus St. Gallen melden sollte.
Bisher gibt es nach GEISSBLOG-Informationen lediglich lose Gespräche mit anderen Vereinen. Gerade in der 2. Bundesliga, die als realistisches Ziel gilt, kommt der Stürmer-Markt noch nicht wirklich in Schwung. Solange dies so bleibt, hat Tigges die Gelegenheit, den neuen FC-Trainer Lukas Kwasniok doch von sich zu überzeugen.







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