Der 1. FC Köln startet am Montag in seine Vorbereitung auf die anstehende Bundesliga-Saison. Knapp sechs Wochen hat die Mannschaft von Lukas Kwasniok bis zum ersten Pflichtspiel Zeit. Das sind die ersten Fragen und Aufgaben für den neuen Trainer.
Die Leistungstest und medizinischen Untersuchungen liegen hinter den Profis des 1. FC Köln. Die Mannschaft hatte sich über das Wochenende den üblichen Testungen vor dem Vorbereitungsstart unterzogen. Ab Montag geht es dann mit dem Ball auf dem Platz los. Bis zum ersten Pflichtspiel im DFB-Pokal beim SSV Jahn Regensburg haben die Kölner sechs Wochen Zeit.
So läuft die erste Woche ab
Um 14.30 Uhr bittet Kwasniok am Montag zu seiner ersten Einheit als FC-Trainer. Auf Rasenplatz 7 werden die Geißböcke erstmals seit dem Aufstieg am 18. Mai wieder auf dem Rasen zusammenkommen. In den folgenden Tagen trainieren die Kölner jeweils am Dienstag und Donnerstag zweimal (10.30 Uhr und 14.30 Uhr), am Mittwoch und Freitag jeweils einmal um 10.30 Uhr. Zum Abschluss der Trainingswoche steigt am Samstag dann der erste Test der Vorbereitung. Der FC wird dabei um 14 Uhr beim SV Bergisch Gladbach zu Gast sein.
Wer fehlt noch?
Einige Nationalspieler werden am Montag zum Trainingsauftakt noch fehlen. Eric Martel und Jan Thielmann bekommen noch genauso Sonderurlaub wie Said El Mala und Jaka Cuber Potocnik nach der U19-Europameisterschaft. Damion Downs war ebenfalls noch bis kurz vor dem ersten Training mit den USA im Einsatz – der Stürmer wird allerdings ohnehin nicht mehr zum FC zurückkehren. Downs wird direkt aus den Vereinigten Staaten zum Medizincheck nach Southampton reisen. Luca Kilian (nach Kreuzbandriss) und Florian Dietz (nach Schulterverletzung) werden zunächst noch individuell trainieren. Rasmus Carstensen ist für Gespräche über seine Zukunft freigestellt.
Welche Youngsters dürfen sich zeigen?
Die Sommer-Vorbereitung ist immer auch eine Zeit für die Talente aus dem eigenen Nachwuchs, bei den Profis auf sich aufmerksam zu machen. So darf sich Fayssal Harchaoui genauso zeigen wie Etienne Borie und Youssoupha Niang. Neo Telle, Emin Kujovic und Potocnik zählen ohnehin schon seit geraumer Zeit zum festen Trainingskader der Profis. Auch Malek El Mala wird zunächst bei den Profis trainieren. Wer das Torhüter-Team rund um Marvin Schwäbe und Matthias Köbbing unterstützt, ist noch nicht bekannt.
Mannschaft kennenlernen
Sein neues Trainerteam hat Lukas Kwasniok bereits in den vergangenen Tagen kennenlernen dürfen. Dabei brachte der 44-Jährige seinen Co-Trainer Frank Kaspari aus Paderborn mit nach Köln. Der 54-Jährige gilt als rechte Hand von Kwasniok und kennt den FC zudem aus früher Zeit: zwischen 2019 und 2021 war Kaspari als Assistent von Markus Gisdol bereits in Köln. Im Anschluss arbeitete der Trainer zudem noch bis zu seinem Wechsel nach Paderborn im Scouting. Zudem zählen René Wagner und Hannes Dold zum Trainerteam, Peter Greiber bleibt außerdem Torwarttrainer.
Seine neue Mannschaft wird Kwasniok aber erst in den nächsten Tagen intensiver kennenlernen. Während der Leistungsdiagnostiken und athletischen Tests sowie die Team-Grillen am Sonntag konnte der Trainer schon den Großteil der Spieler vor Ort am Geißbockheim begrüßen. Die erste fußballspezifische Ansprache vor der gesamten Mannschaft folgt jedoch erst zu Wochenbeginn. Dabei wird der gebürtige Pole seine neuen Spieler nicht nur menschlich, sondern in den ersten Einheiten auch sportlich auf dem Platz genau unter die Lupe nehmen.
Neue Team-Hierarchien bilden
Dabei wird Kwasniok in den ersten Wochen auch eine Entscheidung darüber treffen, ob er sich für einen neuen Kapitän entscheidet oder weiterhin Timo Hübers die Binde anvertraut. Aus dem Mannschaftsrat hat Stand jetzt zwei nur Mark Uth den Verein verlassen. Dennoch wird der Trainer wohl auch eine neue Team-Hierarchie schaffen wollen. Spieler wie Eric Martel (sollte er bleiben) dürften noch mehr Verantwortung übernehmen. Zudem könnte auch Marvin Schwäbe wieder in den Mannschaftsrat zurückkehren.
Auch in der vergangenen Saison hatte der FC schließlich immer wieder mit einem Führungsproblem zu kämpfen. Neuzugänge wie Tom Krauß, der trotz seines noch jungen Alters als Anführer gilt, könnten in diese Rolle hineinwachsen. Mit bislang acht Abgängen und vier Neuzugängen sowie einigen Leih-Rückkehren wie Said El Mala, wird sich die Team-Struktur ohnehin verändern.
Kader-Baustellen beheben
Aktuell ist der Kader jedoch noch überhaupt nicht fertig. Einige Positionen (Tor, linke und rechte Außenbahn, Innenverteidigung, Sturm) sind für die Bundesliga noch nicht ausreichend besetzt. Zudem ist ungewiss, ob alle Spieler überhaupt beim FC blieben. Ein möglich Abgang von Eric Martel könnte dabei eine weitere Baustelle aufmachen. Zudem wird Kwasniok entscheiden müssen, wie er mit jenen Spielern umgeht, die sportlich keine Perspektive mehr beim FC haben. Auf den Trainer wartet ab Montag also einiges an Arbeit.








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