„Risiko zu groß“: Darum muss sich der Rekord-Transfer gedulden

Rav van den Berg wird gegen den 1. FSV Mainz 05 noch nicht in der Startelf stehen. (Foto: Bucco)
Rav van den Berg wird gegen den 1. FSV Mainz 05 noch nicht in der Startelf stehen. (Foto: Bucco)

Rav van den Berg wird beim 1. FC Köln noch auf sein Startelf-Debüt warten müssen. Lukas Kwasniok erklärt vor dem Spiel gegen den 1. FSV Mainz 05, wie weit der Rekord-Transfer des Bundesliga-Aufsteigers schon ist.

Als der 1. FC Köln zuletzt in der Mainzer Mewa-Arena zu Gast war, stand ein van den Berg über die gesamten 90 Minuten auf dem Feld. Beim 1:1-Unentschieden in der Abstiegssaison der Kölner hatte Sepp van den Berg noch für die 05er gespielt und das Zentrum der Dreier-Abwehrreihe für die Gastgeber dicht gehalten. Am Sonntag wird nun Bruder Rav bei den 05ern zu Gast sein.

Der Innenverteidiger reist mit den Geißböcken zum ersten Bundesliga-Spiel seit dem Wiederaufstieg. Allerdings wird der Niederländer, für den der FC in diesem Sommer acht Millionen Euro und damit so viel wie für keinen anderen Neuzugang ausgegeben hat, wohl noch nicht in der Startelf der Kölner stehen.

Kwasniok: „Habe Verantwortung für die Spieler“

„Als Trainer habe ich eine Verantwortung für die Spieler. Es gibt Spiele, da ist ein Debüt für einen Spieler leichter, in manchen Spielen schwieriger“, erklärte Lukas Kwasniok am Freitag auf der Pressekonferenz vor dem Duell mit dem Mainzern. Die Partie gegen den Sechstplatzierten der Vorsaison scheint nach Ansicht des Trainers entsprechend ein schwierigeres Spiel für einen Debütanten zu sein.

Sepp van den Berg 2024 gegen Jan Thielmann. (Foto: IMAGO / Revierfoto)

„Ich stelle die Spieler dann auf“, so Kwasniok weiter, „wenn ich das Gefühl habe, jetzt ist der richtige Zeitpunkt, damit sie nicht schon nach einem Spiel, wenn mal was schief läuft, kaputt geschrieben werden. Das passiert ganz schnell. Das möchte ich vermeiden.“ Die Fallhöhe für den Rekord-Transfer des Sommer ist derweil vermeintlich höher als bei anderen Spielern.

Im Pokal gegen Jahn Regensburg hatte der 44-Jährige mit Cenk Özkacar kurzerhand einen anderen Neuzugang ins kalte Wasser geworfen. Auch der Innenverteidiger war zu diesem Zeitpunkt erst seit wenigen Tagen im Mannschaftstraining gewesen. Allerdings habe der neunfache türkische Nationalspieler „einen kleinen Vorteil“ gegenüber van den Berg, wie Kwasniok erklärte und bezog sich dabei „auf die körperliche Konstitution“.

Hohe Grundqualität bei van den Berg

Zudem sei Özkacar „drei, vier tage länger da“ und kenne seine Teamkollegen entsprechend bereits ein wenig besser. Van den Berg hatte bekanntlich angesichts des sich anbahnenden Wechsels zuletzt in Middlesbrough nicht mehr mit dem Team trainieren und sich lediglich individuell fit halten dürfen.

Nichtsdestotrotz bringe der Acht-Millionen-Euro-Mann „eine sehr hohe Grundqualität“ mit, wie Kwasniok anmerkte. Entsprechend dürfte es nur eine Frage der Zeit sein, bis van den Berg zum ersten Mal in der Kölner Startelf stehen wird. Zuletzt hatte der Trainer durchblicken lassen, dass sein bis dato letzter Neuzugang nach der Länderspielpause Anfang September zu einer Option werden könnte.

Debüt im Laufe des Spiels möglich

Am Sonntag wird es derweil noch nicht so weit sein. „Ich kann ausschließen, dass beide gegen Mainz beginnen werden“, sagte Kwasniok auf Özkacar und van den Berg bezogen. „Da ist mir das Risiko zu groß.“ Was nicht bedeutet, dass Özkacar zwangsläufig wie in Regensburg in der Startelf stehen wird. Genauso wenig, wie dass van den Berg nicht je nach Spielverlauf noch zu einem späteren Zeitpunkt sein FC-Debüt wird feiern können.

DAS KÖNNTE DICH AUCH INTERESSIEREN

DISKUTIER MIT!

Willkommen im Kommentarbereich des GEISSBLOG!
Hier kannst du über den 1. FC Köln diskutieren und dich mit anderen Usern austauschen. Bitte beachte dabei die Spielregeln in unserer Netiquette! Du findest sie hier und kannst sie jederzeit nachlesen. Viel Spaß!
Abonnieren
Benachrichtige mich bei
6 Kommentare
Neueste
Älteste Meistbewertete