„Kann grässlich sein“: Pacarada spricht über „unumgänglichen“ FC-Abschied

Leart Pacarada stand am vergangenen Samstag beim Auswärtsspiel in Leipzig erstmals im Heidenheimer Kader. (Foto: IMAGO / Christian Schroedter)
Leart Pacarada stand am vergangenen Samstag beim Auswärtsspiel in Leipzig erstmals im Heidenheimer Kader. (Foto: IMAGO / Christian Schroedter)

Leart Pacarada gehörte in diesem Sommer zu den Spielern, die beim 1. FC Köln aussortiert wurden. Nun hat sich der zum 1. FC Heidenheim gewechselte Linksverteidiger erstmals zu seiner Ausbootung am Geißbockheim geäußert.

Es ist schon etwas kurios: In der vergangenen Saison duellierten sich Leart Pacarada und Max Finkgräfe beim 1. FC Köln um den Stammplatz als Linksverteidiger – mit dem besseren Ende für den Routinier, der auf dem Weg zum Aufstieg an 30 von 34 Spieltagen in der Startelf stand und acht Treffer vorbereitete. Am Samstag standen sich Pacarada und Finkgräfe nun als Kontrahenten in der Bundesliga gegenüber.

Beide Außenverteidiger haben den FC verlassen und beide waren nur Zuschauer, als RB Leipzig am Wochenende den 1. FC Heidenheim empfing. Finkgräfe schaffte es im dritten Pflichtspiel der Saison erstmals in den Kader von RB-Trainer Ole Werner, saß aber genau wie Pacarada, der erst wenige Tage vor dem Spiel aus Köln nach Heidenheim gewechselt war, über die vollen 90 Minuten auf der Bank.

Pacarada findet mit Heidenheim „gute Lösung“

Finkgräfe wollte den FC verlassen, Pacarada sollte es. Im Laufe der Vorbereitung wurde der Leistungsträger der Vorsaison mehr und mehr aussortiert. Erst half Pacarada in der Innenverteidigung aus, doch nach den Transfers von Cenk Özkacar und Rav van den Berg war auch hier kein Platz mehr für ihn. Kurz vor dem Liga-Auftakt in Mainz strich Lukas Kwasniok den 30-Jährigen genau wie die mittlerweile ebenfalls gewechselten Jacob Christensen und Imad Rondic aus dem Mannschaftstraining.

Mit seinem Wechsel nach Heidenheim sicherte sich Pacarada immerhin seinen Verbleib in der Bundesliga, wo er bislang erst ein Jahr erlebt hat – die Abstiegssaison 2023/24 mit dem FC. Dass er mal auf der Ostalb landen würde, „hätte ich nicht gedacht, aber im Fußball passieren ja meistens Sachen, die man vorher nicht ahnt“, offenbart Pacarada im Gespräch mit der Heidenheimer Zeitung.

Der Fußball kann sehr schön sein, kann aber auch grässlich sein. Ich bin alt genug, um damit umzugehen.

Leart Pacarada

Der kosovarische Nationalspieler, dessen FC-Vertrag eigentlich noch bis zum 30. Juni 2026 gelaufen wäre, hatte fest damit gerechnet, die Saison in Köln zu verbringen. „Der Fußball kann sehr schön sein, kann aber auch grässlich sein. Ich bin alt genug, um damit umzugehen“, sagt er über seine Ausbootung am Geißbockheim und ergänzt: „Es war dann unumgänglich, beim FC wegzugehen. Dass alles so schnell geklappt hat, mit so einer guten Lösung – darüber bin ich sehr glücklich.“

Wiedersehen mit dem 1. FC Köln im Januar

Nun also muss er sich Heidenheim-Trainer Frank Schmidt empfehlen. Aktuell geht das nicht, Pacarada trifft in der Länderspielpause mit dem Kosovo in der WM-Qualifikation auf die Schweiz und Schweden, ist dementsprechend unterwegs. Um sich bis zum Duell mit dem FC in die erste Elf zu spielen, hat er ausreichend Zeit. Zum Wiedersehen mit den Geißböcken kommt es erst am 16. Spieltag, zum Auftakt ins Kalenderjahr 2026.

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