Sargis Adamyan hat in diesem Sommer bislang keinen neuen Verein gefunden. Der Angreifer befindet sich nach wie vor im Trainingsbetrieb der U21 des 1. FC Köln – und darf sich sogar wieder Hoffnungen auf Einsätze machen.
Das Kapitel zwischen Sargis Adamyan und dem 1. FC Köln ist zwar offiziell noch nicht beendet. Dennoch ist das Ende des Stürmers beim Bundesliga-Aufsteiger bereits vorgeschrieben. Schon früh in der Sommer-Vorbereitung wurde der 32-Jährige von Trainer Lukas Kwasniok aussortiert und in den Trainingsbetrieb der U21 eingegliedert. Die Botschaft des FC war dabei klar: Adamyan sollte sich ein Jahr vor Vertragsende einen neuen Club suchen.
Nachdem sich ein Wechsel zum VfL Osnabrück aufgrund der finanziellen Vorstellungen des Armeniers zerschlagen hatte, waren bis zum Ende der deutschen Transferperiode allerdings keine weiteren Angebote für den Spieler eingegangen. „Es gab zuletzt nichts Konkretes mehr“, bestätigte der Technische Direktor Lukas Berg im Gespräch mit dem GEISSBLOG. Aktuell könnte Adamyan entsprechend nur noch in ein Land wechseln, dessen Transferfenster nach wie vor geöffnet ist. Dazu zählen unter anderem die Schweiz, Polen sowie die Türkei.
Adamyan verhält sich professionell
Nicht auszuschließen ist jedoch auch, dass Adamyan seinen Vertrag beim 1. FC Köln aussitzt. Zumindest verhält sich der Stürmer beim Regionalliga-Team von Trainer Evangelos Sbonias vorbildlich. „Sargis ist weiter hier, trainiert weiter mit der U21. Und das macht er, das muss man sagen, gut und professionell. Das ist auch ein entscheidender Faktor für uns“, erklärte Berg.
Dabei schließen die Verantwortlichen sogar nicht aus, dass Adamyan – sollte er diese Saison tatsächlich in Köln bleiben – sogar noch einmal für die U21 zum Einsatz kommt. Bislang hatte der Stürmer nur mit der Mannschaft trainieren, aber nicht spielen dürfen. Immerhin sieht sich der älteste FC-Nachwuchs als Entwicklungsmannschaft junger Talente, die an den Herrenfußball und damit auch an die Bundesliga herangeführt werden sollen. Mit seinen 32 Jahren fällt Adamyan da freilich aus dem Raster.
Adamyan steht bei Testspiel in der Startelf
Am Donnerstag jedoch war der Spieler im Testspiel der U21 gegen den Siegburger SV (4:0) zum Einsatz gekommen und hatte sogar in der Startelf gestanden. Möglich, dass Adamyan bald auch in der Regionalliga auf Torejagd wird gehen dürfen. „Wir haben im Hinblick auf Einsätze bei der U21 für die Zeit der Transferperiode einen Riegel vorgeschoben. Wenn sich alles beruhigt hat, werden wir das noch mal neu bewerten“, meinte Berg.
Von seiner Erfahrung könnte die junge Kölner Mannschaft, die mit sechs Punkten aus sechs Spielen schleppend in die Saison gestartet ist, am Ende womöglich sogar profitieren. „Ich würde das nicht ausschließen“, sagte Berg zu einer möglichen Pflichtspiel-Rückkehr von Adamyan, schränkte aber auch ein: „Es passt grundsätzlich nicht in das Konzept mit unseren jungen Spielern, dass ältere Spieler die Plätze blockieren. Das müsste passen und sinnvoll sein.“ Gänzlich zu ist die Tür für Adamyan zumindest in der Regionalliga also nicht – wenngleich der FC die Tür für einen Abschied noch deutlich weiter offen hält.








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