Der 1. FC Köln steht noch immer unter Schock. Die dritte Kreuzband-Verletzung von Luca Kilian hat die Stimmung während der Länderspielpause am Geißbockheim getrübt. Das sagt Trainer Lukas Kwasniok.
Viele Einheiten haben Lukas Kwasniok und Luca Kilian bislang noch nicht gemeinsam auf dem Feld gestanden. Im Trainingslager in Bad Waltersdorf war der Innenverteidiger zum ersten Mal nach seinem zweiten Kreuzbandriss, den er im Dezember 2024 erlitten hatte, ins Mannschaftstraining zurückgekehrt. Seither hatte der 26-Jährige aufgrund von Sehnenproblemen im Oberschenkel jedoch häufig pausieren müssen.
Am Montag war Kilian dann wieder in den Kreise der Mannschaft zurückgekehrt. Langsam hatte sich der gebürtige Wittener wieder ins Team reinarbeiten wollen, um im Idealfall gegen Ende des Jahres wieder zu einer echten Option im Bundesliga-Kader zu werden. Nach gerade einmal 30 Minuten war diese Hoffnung am Montag jedoch jäh zunichte gegangen.
„Wir tun alle gut daran, ihn in Frieden zu lassen“
Die bittere Diagnose folgte noch am Abend: Zum dritten Mal binnen gerade einmal 18 Monaten riss sich Kilian bei einer unglücklichen Aktion ohne Gegnereinwirkung das Kreuzband. Beim FC selbst ist der Schock noch immer groß. „Es ist ein unfassbar harter Schicksalsschlag für ihn“, sagte Kwasniok am Donnerstag auf der Pressekonferenz. Der Appell des Trainers: „Wir tun alle gut daran, ihn in Frieden zu lassen und die Dinge nicht zu sehr zu thematisieren. Wir sollten ihn durchatmen lassen, er muss damit erstmal klarkommen.“
Die Kölner wollen ihrem Spieler dabei freilich erneut die größtmögliche Unterstützung zukommen lassen. Wie diese konkret aussehen kann, steht so kurz nach dem neuerlichen Schock jedoch noch in den Sternen. „Wie es weitergeht, werden die nächsten Tage und Wochen zeigen.“ Vorerst habe sich Kilian dazu entschlossen, sich „ein bisschen zurückzuziehen und im richtigen Moment die richtigen Entscheidungen zu treffen.“
Noch kein konkreter OP-Termin
Es ist davon auszugehen, dass sich Kilian aktuell im Kreise seine Familie und Freunde aufhält und fernab des Geißbockheims den schweren Rückschlag verarbeitet. Ein konkreter Termin für die Operation des lädierten Kreuzbandes gibt es zumindest noch nicht. „Die heutige Pressekonferenz ist zu früh, um irgendwelche Pseudo-Zwischenergebnisse zu verkünden“, meinte Kwasniok. Der FC gibt seinem Spieler dabei nun alle Zeit der Welt, wieder auf die Beine zu kommen – mental wie körperlich.








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