Bester Saisonstart seit neun Jahren: FC profitiert von „Nuancen“, aber nicht vom Glück

Der 1. FC Köln hat einen gelungenen Saisonstart hingelegt. (Foto: IMAGO / DeFodi)
Der 1. FC Köln hat einen gelungenen Saisonstart hingelegt. (Foto: IMAGO / DeFodi)

Der 1. FC Köln hat den besten Saisonstart seit neun Jahren hingelegt. Die Geißböcke wissen aber auch, dass einige Spiele anders hätten ausgehen können. So ordnen die Kölner ihren Auftakt ein.

Nach drei Spieltagen grüßt der 1. FC Köln noch immer von Platz drei der Bundesliga. Einzig Borussia Dortmund mit ebenfalls sieben Punkten, aber dem besseren Torverhältnis, sowie der FC Bayern mit der vollen Punkteausbeute, stehen derzeit vor dem Bundesliga-Aufsteiger. Viel wichtiger für den FC sind die sieben Punkte jedoch auf dem Weg zum Klassenerhalt.

„Es war ein guter Saisonstart“, bilanzierte Marius Bülter nach dem 3:3 beim VfL Wolfsburg. Der Angreifer hätte in der Volkswagen Arena beinahe sein drittes Saisontor erzielt, der Treffer zum vermeintlichen 2:1 wurde jedoch aufgrund eines Fouls von Joël Schmied im Vorfeld zurückgenommen. Der Stürmer machte dabei deutlich: „Da war kein Glück dabei, die Punkte haben wir uns hart erarbeitet. Mit diesen sieben Punkten lässt es sich gut arbeiten. So müssen wir jetzt weitermachen.“

Sechs Punkte Vorsprung auf die Abstiegsplätze

In der Abstiegssaison 2023/24 hatte es immerhin bis zum 13. Spieltag gedauert, ehe der FC mit einem Sieg über Darmstadt 98 die sieben Punkte erreicht respektive übersprungen hatte. Nun haben die Kölner bereits sechs Punkte Vorsprung auf die Abstiegsränge, statt von Beginn an der Musik hinterherzulaufen. Der Druck, unbedingt punkten zu müssen, ist damit freilich deutlich geringer als die Lust, punkten zu wollen.

„Du kannst nie mit so einer Situation rechnen“, sagte Thomas Kessler nach dem gelungenen Saisonstart ohne Niederlage. Der Sportdirektor führte aus: „Klar sind wir zufrieden mit den sieben Punkten und dass wir im Pokal weiter sind. Man hat aber auch gesehen, es sind oft diese Nuancen, ob du ein Spiel gewinnst oder verlierst. Von diesen Nuancen haben wir heute wieder viel gesehen.“

Kessler sieht Verbesserungsbedarf

Denn der ehemalige Torhüter wollte auch „ehrlich sein“ und erkannte an, dass einige Spiele hätten anders ausgehen können. „Wir waren in Regensburg eigentlich schon ausgeschieden. Wir haben in Mainz in Überzahl spät ein 1:0 gemacht, wo das Spiel hätte auch in die andere Richtung hätte kippen können. Du musst auch nicht 4:1 gegen Freiburg gewinnen.“

Gegen Wolfsburg sah der FC nach zweimaligem Rückstand auch schon wie der Verlierer aus, kam jedoch auch zweimal in der langen Nachspielzeit noch einmal zurück und sicherte sich mit dem Tor von Jakub Kaminski in der buchstäblich letzten Minute noch das Unentschieden. „Natürlich ist es super, hier einen Punkt für die Moral mitzunehmen. Es gibt aber superviele Dinge, an denen wir arbeiten können“, meinte Kessler.

Ich bin stolz auf das, was die Jungs bisher erreicht haben.

Lukas Kwasniok

Lukas Kwasniok, der nun seit zehn Wochen mit seiner neuen Mannschaft auf dem Rasen steht, sagte derweil: „Ich bin stolz auf das, was die Jungs bisher erreicht haben. Der Glaube ist jetzt immer größer geworden.“ Der Trainer hat seinen Spielern immerhin eingeimpft, bis zur letzten Sekunde an sich zu glauben. Die Spiele in Regensburg, Mainz und Wolfsburg waren der beste Beweis dafür. „Gucken wir mal, wie lange wir das aufrechterhalten können“, ergänzte Kwasniok. Gegen RB Leipzig wartet am kommenden Samstagabend die nächste Herausforderung.

DAS KÖNNTE DICH AUCH INTERESSIEREN

DISKUTIER MIT!

Willkommen im Kommentarbereich des GEISSBLOG!
Hier kannst du über den 1. FC Köln diskutieren und dich mit anderen Usern austauschen. Bitte beachte dabei die Spielregeln in unserer Netiquette! Du findest sie hier und kannst sie jederzeit nachlesen. Viel Spaß!
Abonnieren
Benachrichtige mich bei
9 Kommentare
Neueste
Älteste Meistbewertete