Kann der 1. FC Köln am Samstag bei RB Leipzig seine Serie fortsetzen? Vier Pflichtspiele in Folge ohne Niederlage, und das, obwohl der FC zunächst fast nur auf Reisen ist. Lukas Kwasniok will mehr.
Als der Spielplan für die neue Bundesliga-Saison 2025/26 herausgegeben wurde, schien der 1. FC Köln eine kleine Ohrfeige von der Deutschen Fußball Liga kassiert zu haben. Das Auswärtsspiel im DFB-Pokal war gesichert. Dann aber folgten auch in der Bundesliga laut Spielplan drei Auswärtsspiele in den ersten vier Spielen. Es hätte auf dem Papier einfacher gehen können.
Für einen Aufsteiger also durchaus ein ruppiges Auftaktprogramm. Doch Lukas Kwasniok freute sich sogar darüber. Seine Argumentation: Der FC würde als klarer Underdog in die meisten Partien gehen – und das könne der Mannschaft nur zuträglich sein. Nach drei Spieltagen hat der 44-Jährige zumindest nicht falsch gelegen.
Kwasniok „will diese Haltung“
Dabei geht es durchaus knackig weiter. Mit dem Spiel am Samstag bei RB Leipzig geht die Auswärtstournee zu Ende, ehe der VfB Stuttgart nach Müngersdorf kommt und das Duell bei der TSG Hoffenheim die Spiele vor der nächsten Länderspielpause beschließen wird. „Wir fahren nach Leipzig, dann kommt der VfB und anschließend fahren wir nach Hoffenheim. Ich habe nicht das Gefühl, dass wir sagen können: Boah, sieben Punkte, jetzt können wir einen Gang weniger einlegen“, sagte Kwasniok zuletzt.
Stattdessen machte der FC-Trainer eine klare Ansage: „Ganz im Gegenteil! Qualität und Erfolg verpflichten. Ich habe schon die Überzeugung, dass wir auch in den nächsten Spielen unter Beweis stellen können, dass wir in der Liga jedem Gegner wehtun können“, kündigte Kwasniok an. „Am Ende machen wir unser Glück nicht nur von den Punkten abhängig, die wir holen. Ich will diese Haltung, diese Attitüde, auch in den nächsten drei Spielen sehen. Dann bin ich guter Dinge, dass wir nachlegen können.“
Nächste Überraschung möglich?
Sollte der FC also tatsächlich schon bald bei zehn Punkten stehen? Damit wäre bereits ein Viertel der nötigen Zähler für den Klassenerhalt eingefahren. So weit will beim FC freilich niemand denken. Vielmehr sollen Euphorie und Zuversicht, vor allem aber Selbstvertrauen und fußballerische Qualität weiter wachsen, um auch RB Leipzig ärgern zu können.
Die Sachsen haben sich von der derben Auftaktklatsche beim FC Bayern (0:6) erholt und zuletzt zweimal ohne Gegentor gewonnen. Der FC selbst hat erst einmal in Leipzig gewinnen können, 2017/18 in der Rückrunde mit 2:1. Damals gelang der Erfolg in der Abstiegssaison mit dem Mute der Verzweiflung. Nun kommt der Kölner Mut aus einer ganz anderen Richtung. Und soll möglichst für die nächste Überraschung der noch jungen Saison sorgen.






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