Obwohl Ragnar Ache noch auf seinen ersten Startelf-Einsatz beim 1. FC Köln wartet, hat der Stürmer seinen Wert für die Mannschaft bereits mehrfach unter Beweis gestellt. Trainer Lukas Kwasniok nennt Ache eine „Waffe“ – und sieht einen Teamkollegen als Vorbild.
Wie schon im DFB-Pokal gegen Jahn Regensburg hat Ragnar Ache den 1. FC Köln auch beim VfL Wolfsburg gerettet. Beim Drittligisten sicherte der Stürmer seiner Mannschaft mit zwei starken Vorlagen am Ende das Weiterkommen. Bei den Wölfen bereitete Ache mit seiner unnachahmlichen Kopfballstärke immerhin noch den Treffer zum Last-Minute-Ausgleich vor.
Der 27-Jährige hat sich damit bereits jetzt als unglaublich wertvoll für den FC erwiesen – und das, obwohl er seit seinem Wechsel im Sommer noch kein einziges Mal in der Startelf von Lukas Kwasniok gestanden hatte. „Bei jedem Spieler ist es so, dass sie beginnen wollen. Das ist das Wichtigste“, merkte auch der Trainer an. „In zweiter Instanz jedoch“, so Kwasniok weiter, „wollen sie erfolgreich mit der Mannschaft sein.“
Waldschmidts reife Aussage
Zu diesem Erfolg hat Ache nun schon zweimal als Joker beitragen können. Dabei erinnerte sich der FC-Coach an eine Aussage von Luca Waldschmidt, „der schon ein paar Schlachten geschlagen und Spiele gespielt“ habe. Der ehemalige deutsche Nationalspieler habe gesagt: „Man lernt das große Ganze zu sehen und nicht nur sich selbst.“ Eine reifer Satz, der Kwasniok allem Anschein nach imponiert hat. „Meine Aufgabe ist es, der Mannschaft klarzumachen, dass jeder Einzelne sehr wichtig ist, aber das große Ganze noch wichtiger.“
In diesem großen Ganzen habe Ache „eine extrem wichtige Rolle“ – wenngleich sie bislang nur Joker-Einsätze vorgesehen hatte. Doch speziell eine Fähigkeit von Ache kommt so in der Mannschaft kein zweites Mal vor. So habe Waldschmidt einmal gesagt, er wisse nicht, wo er ohne seinen linken Fuß gelandet wäre. „Ohne Ragnars Kopf weiß ich nicht, wo er gelandet wäre“, sagte Kwansiok.
Aches beeindruckende Art des Kopfballspiels
Der Trainer führte die Kopfballstärke seines Mittelstürmers dabei aus. „Das Krasse ist: Er köpft nicht einfach blind. Er hüpft, dann steht er und steht er, dann guckt er, dann köpft er. Das ist eine Waffe.“ Zwar wolle auch Ache freilich am liebsten in jeder Partie von Beginn an auflaufen, nichtsdestotrotz würde der ehemalige Kaiserslautern-Profi „extrem freudestrahlend unterwegs“ sein.
Dabei sei die Laufleistung im Training bereits deutlich gestiegen, „seine körperliche Konstitution auch“, meinte Kwasniok. Zudem würde Ache alles andere als ungeduldig ob seiner Situation wirken, vielmehr auch schon den Ratschlag von Waldschmidt verinnerlicht haben. „Er hat das Ziel, sich langfristig in der Bundesliga zu etablieren. Da ist er auf einem guten Weg.“
Entsprechend bleibt zunächst abzuwarten, wann Ache zu seinem ersten Startelf-Einsatz für den FC kommt – es wäre überhaupt erst sein zweiter überhaupt in der Bundesliga. Für Eintracht Frankfurt hatte Ache 2022 einmal bislang von Beginn an auflaufen dürfen. Körperlich steht Ache dabei einem Einsatz von der ersten Minute an nichts mehr im Wege, wie Kwasniok erklärte – „sondern einzig die Entscheidung des Trainers“.








Hier kannst du über den 1. FC Köln diskutieren und dich mit anderen Usern austauschen. Bitte beachte dabei die Spielregeln in unserer Netiquette! Du findest sie hier und kannst sie jederzeit nachlesen. Viel Spaß!