Emotionaler Auftritt von Lionel Souque: Der CEO des Handelsriesen REWE hat am Samstag eine Brandrede für das Vorstandsteam von Jörn Stobbe gehalten.
„Die REWE wollte nicht, dass ich hier rede. Die Anwälte haben mir gesagt, ich sollte nicht reden. Der Verein wollte nicht, dass ich rede. Aber ich wollte hier reden, weil es aus dem Herzen kommt.“ Es waren emotionale Worte von Lionel Souque bei der Mitgliederversammlung des 1. FC Köln.
Der Aufsichtsrats-Vorsitzende der Geißböcke hatte eine fünfminütige Rede vorbereitet, um sich hinter das Team Stobbe zu stellen und zu erklären, warum der Beirat das Team des Mitgliederrates unterstützt. Doch dann wuchs die Rednerliste auf über 50 FC-Mitglieder an, und weil jedes Mitglied drei Minuten Redezeit bekommen sollte, hätte dies eine stundenlange Aussprache bedeutet.
„Bösewicht“ Stobbe? Souque erklärt Support
So wurde kurzerhand auch für Souque das Rederecht beschränkt. Und dieser war damit gar nicht glücklich. Eine kurze, hitzige Debatte am Rande des Podiums mit Präsident Werner Wolf und Versammlungsleiter Michael Vesper war die Folge. Dann trat Souque doch ans Podium und hielt einen flammenden Appell für das Team Stobbe.
„Ich hatte ein fünfminütige Rede geplant. Die kann ich streichen. Ich kann jetzt nur vom Herzen reden. Und ich mache es ganz kurz“, sagte Souque und sorgte dann für einen Lacher. „Jörn Stobbe sieht nicht nett aus, aber er ist sehr nett. Wenn du 2,06 Meter groß bist und eine Glatze hast, wirst du in Hollywood eher als Bösewicht eingestellt.“ Doch Stobbe sei ein guter Mensch, trage den FC im Herzen und habe schon gezeigt, dass er dem FC helfen könne.
Ich bin Franzose, ich spreche die Sprache von Tieren nicht
Lionel Souque
Darüber hinaus, so Souque, sei Jörg Alvermann „bärenstark“ und Ulf Sobek „eine Koryphäe“ auf seinem Gebiet. Dann war seine Zeit abgelaufen, im Hintergrund ertönte das Meckern des Hennes als Zeichen, dass Souque zum Ende kommen müsse. Doch Souque wollte davon nichts wissen. „Ich bin Franzose, ich spreche die Sprache von Tieren nicht.“
Stattdessen rief er den FC-Mitgliedern zu, dass „der Beirat, die wichtigsten Sponsoren, die Chefs von großen Unternehmen das Team Stobbe“ als bestes Team empfehlen würden. Als das Mikro eigentlich schon abgestellt war, ließ er es noch einmal einschalten und beendete seine Rede mit dem Hinweis, dass er eigentlich nicht hätte reden sollen. Doch er redete doch. Und am Ende setzte er auf das richtige Pferd. Stobbes Team gewann.








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