Der 1. FC Köln hat einen neuen Vorstand. Bei der Mitgliederversammlung wurden Jörn Stobbe als Präsident sowie Ulf Sobek und Jörg Alvermann als seine Vize-Präsidenten gewählt. Nach der Wahl sprach das Trio über…
Von der Mitgliederversammlung berichten Sonja Gauer und Marc L. Merten
…den Wahlsieg:
Jörn Stobbe: „Es fühlt sich richtig gut an. Es bedeutet uns unheimlich viel, das als Team hinbekommen zu haben. Wir machen noch mehr, als wir angekündigt haben. Vielen Dank an alle, die uns gewählt haben. Es war ein überraschend deutliches Votum. Wir haben auf Augenhöhe für den FC gekämpft.“
Ulf Sobek: „Für die Tränen nach dem Wahlsieg muss ich mich nicht schämen. Ich liebe diesen Verein und es war überwältigend. Ich fand es großartig, das Vertrauen in dieser Höhe ausgesprochen zu bekommen. Das ist auch ein Auftrag an uns und da werden wir uns dran messen.“
Jörg Alvermann: „Es fühlt sich noch nicht ganz wirklich an. Dass ich heute hier stehe, ist irre. Wir freuen uns richtig und der FC hat eine große Chance, mit geeinten Gremien einiges auf den Weg zu bringen. Das machen wir mit dem ausgeschiedenen Vorstand, der gerade nochmal sein Angebot erneuert hat, dass wir zusammensitzen werden. Wir packen es jetzt an.“
…die Mitgliederversammlung:
Jörn Stobbe: „Es war ein wunderschöner Tag und einfach nur fantastisch. Für die FC-Familie war es eine gute Sache, auf die wir aufbauen können. Wir stehen von Tag eins für den Zusammenhalt. Wir haben viele gute Ideen, wie wir die Kräfte bündeln.“
…die Zuversicht während der Versammlung:
Jörn Stobbe: „Die Zuversicht ist im Verlauf leicht größer geworden. Mit diesem Ergebnis haben wir aber nicht gerechnet.“
Jörg Alvermann: „Es war ein langer Ritt und auch anstrengend. Dann habe ich ein paar Tränchen am Ende verdrückt, das sage ich ganz offen. Nach den Reaktionen während der Versammlung hat es sich schon gut angefühlt und wir sind deswegen optimistisch reingegangen. Bis zur Auszählung war ich aber relativ fertig. Als das positive Ergebnis kam, mit dem deutlichen Ergebnis, gingen die Emotionen richtig raus. Es fühlt sich einfach toll an.“
…die ersten 48 Stunden nach der Wahl:
Jörn Stobbe: „Ich würde lieber auf die nächsten zwei Stunden gucken, denn da feiern wir noch richtig. Wir sind auf diesen Moment nicht vorbereitet gewesen, da wir aus Karma-Gründen nur auf heute schauen wollten. Jetzt setzen wir uns in Ruhe zusammen, werden keinen Aktionismus betreiben. Das Team im Geißbockheim ist unser erster Ansprechpartner, da werden wir uns zusammensetzen, zunächst aber einmal tief Luft holen. Ab morgen geben wir alle Kraft, die wir haben, für den FC.“
…den Zustand des Vereins:
Jörn Stobbe: „Werner Wolf hat uns ein tolles Angebot mit der Übergabe gemacht. Wir werden jetzt genau schauen, wie wir die Kräfte bündeln. Morgen schauen wir auf die Mitglieder, unseren ganzen Unterstützer. Wir wollen auch die überzeugen, die uns nicht unterstützt haben. Die Grenzen sind ein bisschen verschwommen. Wir haben eine riesige Chance, das mit allen Mitgliedern zu rocken.“
…die Rolle von Jörg Alvermann:
Ulf Sobek: „Wir haben die Rede so aufgebaut, dass wir zunächst durch Jörn Stobbe ruhig, sachlich und präsidial auftreten. Durch mich wollten wir dann etwas emotionaler werden, aber Jörg hat einfach Qualitäten, die absolut großartig sind. Er hat uns alle so abgeholt, dass er den Schlusspunkt setzten sollte. Es war eine Punktladung und die Vorbereitungen haben sich gelohnt.“
Jörn Stobbe: „Jörg, die warst wirklich fantastisch.“
Jörg Alvermann: „Es war teilweise ein emotionaler Wahlkampf, es ging teilweise auch kontrovers hin und her. Bei den Inhalten der Teams gab es teilweise auch einige Überschneidungen. Es ging nicht um einen klaren Richtungswechsel. Ich habe mit allen anderen Teams die Telefonnummern ausgetauscht. Die anderen haben einen riesen Job gemacht, die Unterschriften gesammelt und dafür gesorgt, dass wir etwas Historisches hier hatten. Ab morgen steht dann die Sacharbeit im Vordergrund.“
…die drängendsten Themen:
Jörg Alvermann: „Wir stehen dafür, dass wir die Satzung reformieren wollen. Das Geißbockheim hat absolute Priorität, aber nicht übereilt. Wir müssen die Themen Stadion, Geißbockheim, Satzungsreform und Strukturreform, was die Gremien angeht, anpacken. Das steht auf unserer Agenda im ersten Jahr ganz weit oben.“
Jörn Stobbe: „Wir müssen priorisieren, können nicht alles gleichzeitig machen. Das, was dringlich und wichtig ist, müssen wir als erstes machen.“
Ulf Sobek: „Es geht nicht darum, jetzt alles neu zu machen. Wir wollen es besser machen. Stillstand bedeutet Rückschritt und werden jetzt alle Energie bündeln. Ich könnte sofort loslegen.“








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