Trainer Lukas Kwasniok hat nach dem 1:0-Erfolg über die TSG Hoffenheim insbesondere einen Spieler hervorgehoben: Sebastian Sebulonsen. Der Norweger ist beim 1. FC Köln längst angekommen.
Sebastian Sebulonsen hatte am Freitagabend in Sinsheim Schwerstarbeit zu verrichten. Der Norweger bekam es auf seiner rechten Schiene mit Banzoumana Touré zu tun. Immer wieder musste der Rechtsverteidiger das hohe Tempo des 19-Jährigen mitgehen, der in der Spitzengeschwindigkeit knapp drei km/h schneller war als der Kölner. Der Tempo-Nachteil war jedoch alles andere als eine Schande. Immerhin war Touré mit 35,15 km/h am Freitag der schnellste Spieler auf dem Platz.
Dabei zog der Hoffenheimer insgesamt 31 Sprints an – und Sebulonsen ging fast jeden davon mit. Doch auch in der Offensive war der Sommer-Neuzugang aus Bröndby immer wieder zu finden. Insgesamt schlug der 25-Jährige vier Flanken und hatte den dritthöchsten xG-Wert aller Kölner hinter Said El Mala und Jakub Kaminski.
Kwasniok hebt Neuzugang hervor
Auch wenn Sebulonsen sowohl offensiv als auch defensiv freilich nicht alles gelang, wollte Lukas Kwasniok die Leistung seines Spielers am Ende hervorheben. „Das mache ich selten“, meinte der Trainer. „Aber was Sebulonsen heute gegen Touré wegverteidigt hat und nach vorne abgespult hat, war sensationell.“ Dann schob Kwasniok hinterher. „Er war heute geisteskrank!“
Das Lob kommt dabei nicht von ungefähr: Sebulonsen gehört dabei seit seinem Wechsel aus Dänemark zum festen Stammpersonal beim FC. Der ehemalige U21-Nationalspieler stand in jedem Spiel in der Startelf, machte inklusive Pokal bislang vier Partien über die volle Distanz. Aufgrund seiner starken Physis hatte Kwasniok den Profi schon zu Saisonbeginn mit dem fiktiven Charakter Ivan Drago aus der Rocky-Filmreihe verglichen.
Sebulonsen auf dem Weg zu Solbakken?
Auch am Freitag spulte Sebulonsen wieder Meter um Meter ab. Am Ende lief der Rechtsaußen 12,35 Kilometer. Auf FC-Seite war nur Eric Martel in den knapp 95 Minuten noch mehr unterwegs gewesen. In der Länderspielpause hat Sebulonsen nun Zeit, wieder Kräfte zu sammeln. Knüpft der FC-Profi jedoch in den kommenden Wochen an seine Leistungen an, könnte bald ein Anruf aus seinem Heimatland folgen. Ex-FC-Trainer und aktueller Nationaltrainer der Norweger, Ståle Solbakken, dürfte seinen Landsmann inzwischen sicherlich auf dem Zettel haben.








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