Nach dem Derby zwischen Borussia Mönchengladbach und dem 1. FC Köln schimpfen beide Trainer auf den VAR. Lukas Kwasniok hat zwar eine Idee, wie der Videoassistent noch zu retten sein könnte. Doch der FC-Trainer glaubt nicht, dass es passieren wird.
Lukas Kwasniok zeigte nach der Derby-Niederlage des 1. FC Köln bei Borussia Mönchengladbach auf der Pressekonferenz Größe. Kaum hatte sich der 44-Jährige gesetzt, sagte er: „Das Wichtigste im Sport ist: Siege mit Stolz zu feiern und Niederlagen mit Anstand zu akzeptieren.“
So suchte Kwasniok auch keine Ausreden für das 1:3 seiner Mannschaft. Und doch kam Kwasniok nicht umhin, weil es nun einmal die spielentscheidenden Szenen waren, über die beiden Elfmeter zugunsten der Borussia zu sprechen. Schiedsrichter Deniz Aytekin hatte beide vermeintlichen Vergehen von Kristoffer Lund nicht als strafbar bewertet, der VAR ihn jedoch in beiden Fällen an die Bildschirme gebeten.
Beide Trainer schimpfen auf VAR
Kurios: Auch Kwasnioks Trainerkollege Eugen Polanski war nach dem Spiel nicht glücklich. Der Grund: Auch Mönchengladbach hatte noch einen Elfmeter gegen sich gefressen, obwohl das Foul an Ragnar Ache aus Sicht beider (!) Trainer nicht Elfmeter-würdig gewesen war. „Ich bin gar kein Freund des VAR, und es wird immer schlimmer“, sagte Polanski. „Auch wenn wir jetzt profitiert haben: Ich sehe einfach keinen Sinn darin.“
Wieder einmal lieferte ein Bundesliga-Spiel Anschauungsmaterial, warum der VAR so zahlreich diskutiert wird. Beim ersten Elfmeter beklagten die Kölner ein vermeintliches Schubsen von Scally gegen Lund, ehe dieser in Honorat krachte. Beim zweiten Elfmeter zeigte die Bodycam Aytekins, dass dieser das Handspiel Lunds nicht gesehen haben konnte. Jedoch zeigten die TV-Bilder auch, dass weder ein absichtliches Handspiel vorlag noch eine unnatürliche Arm- oder Handhaltung. Lund versuchte sogar noch, die Hand wegzuziehen.
Ich werde es nicht hinbekommen, dass wir ihn eliminiert bekommen. Auch nicht mit Unterstützung von Eugen.
Lukas Kwasniok
„Gott sei Dank gibt es einen Trainerkollegen, der dieselbe Meinung hat wie ich“, sagte Kwasniok hinterher und lederte dann über den VAR los: „Ich mag ihn nicht nur nicht, ich hasse ihn. Er verfälscht alles.“ Es sei ihm klar, „dass in der Superslomo alles anders aussieht, aber live wird es eben anders bewertet“. Und dem würde von Schiedsrichter-Seite nicht Rechnung getragen.
Deshalb forderte Kwasniok eine Anpassung des VAR. „Abseits, Toraus, Foul in oder außerhalb des Strafraums – Aktionen, die schwarz oder weiß sind. Da macht der VAR ganz viel Sinn“, sagte der FC-Trainer und würde sich wünschen, den Videoassistenten nur noch bei objektiven Entscheidungen einzusetzen. „Aber nicht bei dynamischen Aktionen.“ Doch der 44-Jährige befürchtete auch: „Ich werde es nicht hinbekommen, dass wir ihn eliminiert bekommen. Auch nicht mit Unterstützung von Eugen.“ Immerhin: Polanksi antwortete: „Ich bleib dran.“








Hier kannst du über den 1. FC Köln diskutieren und dich mit anderen Usern austauschen. Bitte beachte dabei die Spielregeln in unserer Netiquette! Du findest sie hier und kannst sie jederzeit nachlesen. Viel Spaß!