Marvin Schwäbe steht vor einem besonderen Jubiläum: Gegen seinen Ausbildungsclub Eintracht Frankfurt absolviert der Kapitän des 1. FC Köln am Samstag sein 100. Bundesliga-Spiel. Der 30-Jährige zählt dabei in dieser Saison zu den besten Torhütern der Liga.
Zum 100. Mal wird Marvin Schwäbe am Samstag in der Bundesliga zwischen den Pfosten stehen. Und das ausgerechnet gegen Eintracht Frankfurt – jenem Club, bei dem er zwischen 2009 und 2013 im Nachwuchs das Tor gehütet hatte. Seine einhundert Bundesliga-Spiele hat der Keeper derweil allesamt im Trikot des 1. FC Köln absolviert.
Nachdem der Torhüter im Winter 2021 den Status der Nummer eins von Timo Horn erobert hatte, gehörte Schwäbe fast durchgehend zu den absoluten Leistungsträgern bei den Geißböcken. Abgesehen vom Sommer 2024, als Schwäbe vorübergehend hinter Jonas Urbig ins zweite Glied rücken musste, war der Keeper immer als feste Säule gesetzt. Und seit dieser Saison untermauert der gebürtige Dieburger seine Stellung innerhalb der Mannschaft auch als Kapitän.
Schwäbe verhindert die meisten Gegentore
Dieses Amt führt der Spieler nicht nur zur Zufriedenheit seines Trainers Lukas Kwasniok aus, sondern Schwäbe überzeugt auch einmal mehr mit seiner Leistung auf dem Platz. Laut den Bundesliga-Statistiken hat der Kölner Schlussmann in dieser Spielzeit bisher mit +2 die zweitbeste Torhüter-Effizienz der Liga. Damit hat Schwäbe zwei Tore mehr verhindert, als die Wahrscheinlichkeit auf einen Treffer jedes einzelnen Schusses auf sein Tor vorhergesagt hätte.
In Summe hat der Kölner Schlussmann 3,7 Gegentore für seine Mannschaft verhindert. Kein anderer Torhüter kommt bislang auf einen besseren Wert. Es folgen Kamil Grabara vom VfL Wolfsburg mit 1,9 und Gregor Kobel von Borussia Dortmund mit 1,1. Zudem weist Schwäbe die meisten Paraden (28) aller Bundesliga-Torhüter innerhalb des Strafraums auf.
Nationalkeeper hinter dem FC-Kapitän
Was die prozentuale Abwehr der Bälle angeht, liegt Schwäbe mit 69,4 Prozent derzeit auf Rang fünf. Nummer eins ist hier Kobel mit 75,9 Prozent, gefolgt von Alexander Nübel mit 73,3 Prozent. Die weiteren deutschen Nationalkeeper liegen allerdings allesamt hinter Schwäbe. Deutschlands aktuelle Nummer eins, Oliver Baumann, kommt auf 66,7 Prozent und liegt damit auf Platz neun. Noah Atubolu folgt auf Rang 16 mit 63,2 Prozent, Finn Dahmen liegt mit 52,9 Prozent auf dem letzten Platz.
Abgesehen von Nübel (0,9) kommen die deutschen National-Torhüter bei den verhinderten Gegentoren sogar auf negative Werte, haben also mehr Treffer kassiert als es die Wahrscheinlichkeiten der Chancen prognostiziert hätten. Aktuell scheint der DFB für Schwäbe jedoch weit entfernt zu sein. Der Schlussmann des 1. FC Köln hat derzeit ohnehin nur eine Sache im Kopf: Sein 100. Bundesliga-Spiel am Samstag gegen seinen Ex-Club. Bislang stehen zwei Remis und zwei Siege bei keiner Niederlage in der persönlichen Statistik des Schlussmanns gegen Eintracht Frankfurt. Das soll auch am Samstagabend so bleiben.








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