Kristoffer Lund war zuletzt an vier Gegentoren in zwei Spielen direkt beteiligt. Der Neuzugang des 1. FC Köln wird bei Werder Bremen wohl zunächst auf der Bank sitzen. Auch, weil Lukas Kwasniok eine Qualität einfordert.
Sieben Gegentore in vier Spielen, das wurmt die Verantwortlichen beim 1. FC Köln. Der FC hatte unter Lukas Kwasniok zu Saisonbeginn defensiv stabil gestanden, auch weil die Geißböcke individuelle Fehler auf ein Minimum reduzieren konnten. Doch gegen Mönchengladbach und Frankfurt war der Wurm drin.
Alleine Kristoffer Lund war an vier Gegentoren direkt beteiligt – zweimal per Elfmeter in Gladbach, einmal gegen Doan und einmal gegen Burkardt im Duell gegen die Eintracht. Lund wird deshalb wohl in Bremen zunächst auf der Bank sitzen. Kwasniok testete im Training mit Jakub Kaminski eine Alternative.
FC kassiert zwei schnelle Doppelschläge
Doch nicht nur Lund hatte seine Mühen. Auch andere Spieler machten es nicht gut, und so appellierte Kwasniok am Freitag an seine Spieler, sich wieder auf das Wesentliche zu fokussieren. „Wir hatten ein zwei kapitale Aussetzer. Das Wichtigste ist ein gutes Game Management. Da waren wir in den ersten Spielen der Saison besser, während wir in den letzten beiden Spielen in fünf, sechs, acht, zehn Minuten das Spiel hergegeben haben.“
Was Kwasniok meinte: Gegen Gladbach ging das Spiel durch einen Gladbacher Doppelschlag in der 61. und 64. Minute verloren, gegen Frankfurt durch einen Doppelschlag der Eintracht in der 60. und 63. Minute. Auf ein Gegentor folgte sofort das zweite. In beiden Fällen lagen die Geißböcke daraufhin mit drei Toren Rückstand hinten. Die Partien waren weg. Da half auch kein Aufbäumen in der Schlussphase mehr.
Entscheidend: Wie reagiert der FC auf ein Gegentor?
Diese K.o.-Minuten, in denen sich die Geißböcke jeweils durch dumme Fehler in der Defensive selbst Schachmatt setzten, ärgerten Kwasniok. „Wenn du nur zwei Tore zurückliegst, kannst du immer ins Spiel zurückfinden“, lautet das Credo des FC-Trainers. „Wenn du eine kurze Schwächephase hast und ein Gegentor kassierst, gilt es, danach Fehler zu vermeiden. Dann gilt es, die Dinge ganz einfach zu halten, um hinten raus wieder ins Spiel zurückfinden zu können.“ Anders ausgedrückt: Auf ein Gegentor darf nicht direkt ein zweites folgen.
Denn die Qualität zu einem Comeback konnten die Geißböcke bereits in der Saison nachweisen. Dafür aber muss der FC immer in Schlagdistanz bleiben, freilich im Bestfall mit einer Führung das Spiel kontrollieren. Doch Kwasniok weiß, dass der FC als Aufsteiger immer wieder auch Rückständen wird hinterherlaufen müssen. Doch dafür müssen diese im Rahmen bleiben. Dafür müssen wir aber eine Fehlervermeidung an den Tag legen.“ Das gelang zuletzt nicht – und soll in Bremen wieder einer der Schlüssel zu etwas Zählbarem werden.






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