„Müssen froh sein“: Nur Traumstart bewahrt FC vor Abstiegszone

Die Profis des 1. FC Köln auf dem Weg in die Weihnachtspause. (Foto: Bucco)
Die Profis des 1. FC Köln auf dem Weg in die Weihnachtspause. (Foto: Bucco)

Nach sechs sieglosen Spielen in Serie hat der 1. FC Köln das Jahr 2025 im Mittelfeld der Bundesliga abgeschlossen. Nur der starke Saisonstart im Sommer bewahrt die Geißböcke aktuell vor dem Tabellenkeller.

Der Blick auf die Tabelle bereitet den Anhängern des 1. FC Köln zunehmend weniger Freude. Nach der 0:1-Niederlage gegen Union Berlin überwintern die Geißböcke auf Rang elf. In der jüngeren Vereinsgeschichte zählt diese Position gewiss noch zu den positiveren Platzierungen, der Trend allerdings sorgt für erste Sorgenfalten.

Seit dem letzten Sieg, dem 4:1 gegen den Hamburger SV am 2. November, wandert der damals noch siebtplatzierte FC kontinuierlich nach unten. Der Abstand auf die Abstiegszone betrug mal acht Punkte und ist nach dem 0:0 im Keller-Duell zwischen Mainz und St. Pauli nun bei lediglich vier Zählern angekommen.

Kwasniok: „Mittendrin statt nur dabei“

„Ein Punkt hätte uns sicherlich gutgetan“, sagte Lukas Kwasniok nach der bitteren Niederlage gegen Union, wollte die Situation aber zugleich „nüchtern einordnen“. Und zwar so: „Wir sind mittendrin in diesem Klassenerhaltskampf. Mittendrin statt nur dabei.“

Das ist nicht nur ein früherer Slogan des TV-Senders DSF (heute Sport1), sondern entspreche grundsätzlich auch den Vorstellungen des Aufsteigers. „Das ist das Ziel, das wir hatten. Auch wenn man sich immer mehr erhofft, wenn man überraschend gut in die Saison startet“, machte Kwasniok am Samstag darauf aufmerksam, dass für den FC einzig und allein der Liga-Verbleib zählt.

Der erwähnte überraschend gute Start – die sieben von neun möglichen Punkte gegen Mainz, Freiburg und Wolfsburg – sind es, die den FC aktuell nicht in der bedrohlichen Zone stehen lassen. Denn nach diesen drei Partien zum Auftakt haben die Geißböcke nur noch wie ein Abstiegskandidat gepunktet. Neun Zähler aus zwölf Spielen, lediglich Mainz (sieben) und St. Pauli (fünf) holten noch weniger.

Heintz: „Hatten wir uns anders vorgestellt“

„Wenn man sieht, wie eng die Bundesliga ist, müssen wir froh sein, dass wir so mittendrin sind. Wir könnten auch schlechter dastehen“, sagte Dominique Heintz nach dem ernüchternden Jahresabschluss und gab zu: „Das tut weh, mit solch einer Serie in die Pause zu gehen. Das hatten wir uns anders vorgestellt.“

Auch Marvin Schwäbe hätte „gerne ein paar Punkte mehr auf dem Konto, da brauchen wir nicht drumherum reden“. Doch der Kapitän nimmt in der Mannschaft noch keine Alarmstimmung wahr, versprach stattdessen: „Wir versuchen, alles umzusetzen, was uns an die Hand gegeben wird. Ich kann meiner Mannschaft keinen Willen absprechen. Wir versuchen, jedes Mal am Anschlag zu sein.“ Nach der Weihnachtspause, wenn der FC am 2. Januar mit einem Trainingslager im spanischen La Nucia in die zweite Saisonhälfte startet, werde man „schauen, dass wir wieder alles auf unsere Seite holen“, so Schwäbe.

Die FC-Baustellen

Die Baustellen sind seit Wochen bekannt. „Wir bestrafen uns leider selbst mit kleinen Fehlern. Gerade nach Standardsituationen, wenn der Ball nicht richtig geklärt wird oder wir nicht aufmerksam genug sind. Wir müssen auch als gesamte Mannschaft daran arbeiten, den letzten Abschluss wieder besser hinzukommen. Wir müssen unsere Jungs vorne in die bestmögliche Abschlussposition bringen“, fasste Heintz zusammen. Auch der Routinier sehnt sich nach Erfolgserlebnissen: „Wir wollen den Leuten den Spaß wieder zurückbringen. Dafür müssen wir ab dem 2. Januar hart arbeiten.“

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