Tom Krauß ist der Schlüssel zum Sieg für den 1. FC Köln gegen den 1. FSV Mainz 05. Der Sechser verändert das Spiel gegen seinen Ex-Club. So steht einem Verbleib des 24-Jährigen in Köln nichts im Wege.
Als der Schlusspfiff ertönte, ballte Tom Krauß beide Fäuste, drehte sich zur Südkurve um und schrie seine Freude heraus. Das hatte der defensive Mittelfeldspieler des 1. FC Köln schon während der zweiten Halbzeit mehrfach nach gewonnenen Zweikämpfen und geklärten Aktionen der Mainzer gemacht. Wo Krauß am Samstag war, war Emotion pur.
Der Sechser war erst zur zweiten Halbzeit eingewechselt worden, als der FC mit 0:1 zurücklag. Doch mit Krauß veränderte sich die Partie. Zweikämpfe gewinnen, Bälle abfangen, das Spiel mit Pässen öffnen, dazu die Konterabsicherung organisieren und die Mainzer entnerven: Das alles gelang Krauß in den 45 Minuten.
Ache als Matchwinner, Krauß als Gamechanger
Dabei waren es nur die zweiten 45 Minuten. „Bis gestern Mittag war er noch in der Startelf“, sagte Lukas Kwasniok hinterher. „Ich habe mich dann aber entschlossen, mehr Körpergröße auf das Feld zu bringen und wollte ihn lieber am Ende des Spiels auf dem Platz haben.“ So begann Eric Martel auf der Sechs neben Isak Johannesson, doch beide erlebten einen ganz schwachen Tag und mussten zur Pause vom Feld.
Dann kam Krauß und das Spiel drehte sich. „Er war in der zweiten Halbzeit der Gamechanger“, lobte Kwasniok. Zwar war Ragnar Ache mit seinem Doppelpack der Matchwinner, doch dass der Mittelstürmer überhaupt in diese Situationen kam, daran hatte Krauß entscheidenden Anteil. „Man muss sich nur seine Emotionen nach dem Spiel anschauen. Er hat hier noch nicht so viele Schlachten geschlagen, aber er war schon sehr aufgewühlt. Es war ein toller Moment für ihn und für uns als Mannschaft. Toll, dass er diese Energie hier reinbringt.“
Sorgt Krauß selbst für fixen Transfer nach Köln?
Eigentlich passt Krauß mit seiner Art des Fußballs gut zu Kwasnioks Spielidee: laufstark, zweikampfstark und fußballerisch als Sechser mit mehr Blick für die Offensive als beispielsweise Martel. Doch erst seit Dezember gehört Krauß regelmäßig zur Startelf. Im Trainingslager konnte er dann seine Chance nutzen und sich mit guten Trainingsleistungen ins Blickfeld spielen. Mit starken Auftritten gegen Heidenheim, die Bayern und nun gegen Mainz gehört er zu den Gewinnern der ersten drei Spiele des Jahres.
Bislang ist Krauß von Mainz an Köln nur ausgeliehen, doch dem Vernehmen nach wandelt sich die Kaufoption der Geißböcke für den ehemaligen U21-Nationalspieler in Höhe von rund 3,5 Millionen Euro beim Klassenerhalt in eine Kaufpflicht um. Ob dies noch an eine bestimmte Anzahl Einsätze geknüpft ist, ist nicht gesichert. Doch sollte Krauß so weitermachen, dürfte auch diese Bedingung nur eine Formalität sein. Denn würde der 24-Jährige selbst dafür sorgen, dass er im Sommer endgültig in Köln bleibt.







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