Der 1. FC Köln liefert den Favoriten in der Bundesliga regelmäßig die Punkte ab. Für eine sorgenfreie Saison fehlen jedoch genau diese Big Points. Das könnte noch gefährlich werden.
Ein Kommentar von Marc L. Merten
„Germany – Zero Points!“ Diese Phrase kennen viele Fans des Eurovision Song Contest, wenn die deutschen Teilnehmer von den europäischen Nachbarn mal wieder ohne Zählbares abgewatscht worden sind. Für den 1. FC Köln heißt es in dieser Saison regelmäßig „Cologne – Zero Points“ – und zwar immer dann, wenn die Geißböcke auf einen Favoriten in der Bundesliga treffen.
Bayern München, Leipzig, Dortmund, Frankfurt, Stuttgart, Leverkusen – gegen sechs der sieben Top-Mannschaften der Liga gab es in bislang acht Spielen acht Niederlagen. Inklusive DFB-Pokal neun. Nur gegen die TSG Hoffenheim konnte der FC gewinnen, allerdings zu einem frühen Zeitpunkt in der Saison, als die TSG mit sieben Punkten aus fünf Spielen noch im Mittelfeld der Tabelle gestanden hatte.
Der FC punktet gegen die direkte Konkurrenz
Für die Top-Teams der Liga ist der FC bislang nur ein gütiger Punktelieferant. Das aber muss sich nun zwingend ändern. Am besten am nächsten Wochenende gegen Hoffenheim. Denn der FC kann es sich im Kampf um den Klassenerhalt nicht mehr erlauben, regelmäßig die Punkte bei besseren Teams abzuliefern. Gerade die unerwarteten Siege sind Big Points, die für den Klassenerhalt zwingend nötig sind.
Bislang konnte sich der FC darauf verlassen, seine Siege gegen die direkten Konkurrenten einzufahren. So auch zuletzt gegen Mainz und Wolfsburg. Positiv betrachtet, ist dies eine Stärke der Geißböcke, die kein anderes Team in der unteren Tabellenhälfte hat. Doch es wäre fatal, sich darauf zu verlassen. Die Geißböcke brauchen in den kommenden Wochen gegen Hoffenheim, Augsburg, Dortmund und Hamburg dringend Punkte – und da darf sich der FC nicht auf die beiden Auswärtsfahren zum FCA und zum HSV verlassen.
Die Konkurrenz macht es dem FC vor
Leipzig und Stuttgart, in beiden Partien wäre etwas Zählbares drin gewesen. Alleine zwei Unentschieden hätten den FC in eine ungleich bessere Tabellenposition katapultiert. Von einem Sieg ganz zu schweigen. St. Pauli gewann letzte Woche gegen Stuttgart und holte einen Punkt gegen Leipzig, Mainz gewann sogar in Leipzig, der HSV punkte gegen die Bayern, Augsburg schlug den FCB. Der FC hingegen? Zero points.
Trifft es sich daher womöglich gut, dass der FC nun gegen Hoffenheim und Dortmund jeweils zuhause ran darf? Mit den Fans im Rücken sind Überraschungen möglich. Daran müssen nur alle Beteiligten weiter glauben. Die Konkurrenz hat gezeigt, dass es gehen kann. Nun muss auch der FC liefern, damit es im Kampf um den Klassenerhalt nicht noch einmal eng wird.







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