Seit elf Spieltagen wartet Jakub Kaminski beim 1. FC Köln auf eine Torbeteiligung. Seit seinem letzten Treffer haben die Kölner nur zwei Spiele gewinnen können. Dem FC fehlt damit ein verlässlicher Unterschiedsspieler.
Nach fünf Spieltagen hatte Jakub Kaminski bereits drei Tore auf seinem Konto. In denselben Spielen der Rückserie konnte der Angreifer allerdings noch keinen einzigen Treffer oder eine Vorlage erzielen. Mehr noch: Bis zum elften Spieltag standen für den Polen fünf Tore und ein Assist zu Buche, seitdem wartet Kaminski jedoch auf eine weitere Torbeteiligung. In den vergangenen elf Spielen ist die Leihgabe des VfL Wolfsburg leer ausgegangen.
Damit steht der 23-Jährige auch sinnbildlich für die Kölner Probleme. An Torchancen mangelte es Kaminski wie der gesamten Mannschaft in den vergangenen Wochen nicht. Gegen Stuttgart hatte der flexibel einsetzbare Offensivspieler früh die Chance auf die Führung. Im Schnitt gibt Kaminski 1.64 Schüsse pro Partie ab. Ein Unterschied zur Hinrunde ist jedoch klar ersichtlich: Kam der Nationalspieler zu Saisonbeginn überwiegend als Linksaußen zum Einsatz, begann Kaminski in den fünf Partien der Rückrunde insgesamt auf fünf unterschiedlichen Positionen.
Torflaute mehr als nur eine individuelle Formfrage
Kaminskis ausbleibende Torbeteiligungen sind dabei längst mehr als nur eine individuelle Formfrage. Vielmehr zeigen sie eine Entwicklung, die sich durch die gesamte Kölner Offensive zieht. Der FC erspielt sich weiterhin Möglichkeiten, belohnt sich jedoch immer seltener und verliert dadurch Spiele, die zu Saisonbeginn noch auf die eigene Seite gekippt wären. Je länger die Durststrecke des Offensivspielers anhält, desto deutlicher wird, wie sehr dem FC aktuell ein verlässlicher Unterschiedsspieler fehlt.
Während Kaminski zu Saisonbeginn also noch als Gesicht des Kölner Neuanfangs nach dem Aufstieg galt, steht seine Torflaute inzwischen exemplarisch für den sportlichen Absturz der vergangenen Wochen. Seit dem 4:1-Erfolg gegen den Hamburger SV, bei dem der Pole noch traf und ein Tor auflegte, holte der FC lediglich neun von 39 möglichen Zählern – ein Schnitt von 0,7 Punkten pro Spiel, der im Normalfall nicht zum Klassenerhalt reicht.
Jüngste Ausbeute reicht nicht zum Klassenerhalt
Die Kölner leben also weiterhin vor allem vom starken Saisonstart, das einst komfortables Polster auf die Abstiegsränge ist jedoch nahezu aufgebraucht. Setzt sich dieser Trend fort, würde der FC hochgerechnet bei rund 31 Punkten landen. Eine Marke, die im Abstiegskampf definitiv keine Sicherheit verspricht. Dass Kaminski seit Wochen seiner Form hinterherläuft, ist deshalb weit mehr als eine individuelle Statistik: Es ist ein Spiegelbild einer Mannschaft, der genau jene Durchschlagskraft abhandengekommen ist, die sie zu Saisonbeginn noch ausgezeichnet hat.








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