Hohe Ablöse, hohe Erwartungen: „Deswegen habe ich länger gewartet“

Rav van den Berg musste beim 1. FC Köln zwischenzeitlich auf der Bank Platz nehmen. (Foto: Bucco)
Rav van den Berg musste beim 1. FC Köln zwischenzeitlich auf der Bank Platz nehmen. (Foto: Bucco)

Rav van den Berg wird am Freitagabend in Augsburg erneut in der Startelf des 1. FC Köln stehen. Lukas Kwasniok erklärt, warum er den Abwehr-Star zwischenzeitlich auf die Bank setzte.

Die Verpflichtung von Rav van den Berg war für den 1. FC Köln kein alltäglicher Transfer. Mit acht Millionen Euro fixer Ablösesumme ist der aus Middlesbrough gekommene Niederländer der viertteuerste Einkauf der Vereinshistorie, inklusive Boni könnte er sogar noch zur Nummer zwei aufsteigen.

Entsprechend hoch sind die Erwartungen an van den Berg – das gilt für die Fans und für Trainer Lukas Kwasniok ebenfalls. Auch deswegen musste sich der Innenverteidiger zuletzt gedulden und sich seine Rückkehr in die Startelf im Training hart erkämpfen.

Darum hat Kwasniok bei van den Berg länger gewartet

„Rav hatte einfach eine Phase nach seiner Verletzung, die nicht optimal war“, blickt Kwasniok auf die Folgen von van den Bergs Schultereckgelenksprengung zu Beginn der Saison zurück. Der FC-Trainer betont: „Es ist meine Aufgabe, den Spieler ein wenig zu schützen – auch wenn von außen die Forderungen kommen, Spieler XY muss spielen. Ich habe die Verantwortung für den Spieler und ich schmeiße ihn dann rein, wenn er mit seiner Stabilität der Mannschaft weiterhelfen kann.“

Kwasniok weiß natürlich, dass beim teuersten Kölner Einkauf seit sechs Jahren – seit Sebastiaan Bornauw – genau hingeschaut wird. „Die Erwartungshaltung an ihn ist eine völlig andere als an einen 19-Jährigen aus der Jugend, den ich mal reinschmeiße.“

Kwasniok: „Jeder muss das Gefühl haben: Das ist er!“

Van den Berg allerdings hatte nach seinem Comeback im November zunächst mit Formschwankungen zu kämpfen, flog dann gegen Union Berlin aufgrund eines unnötigen Handspiels mit Rot vom Platz und fiel daher erneut aus. Jetzt aber präsentiert er sich so, wie Kwasniok es erwartet.

„Wenn er spielt, muss jeder das Gefühl haben: Das ist er, das ist unser Fels in der Brandung. Deswegen habe ich länger gewartet, habe ihm auch gesagt: Ich erwarte das schon im Training.“ Der Kapitän der niederländischen U21-Nationalmannschaft und potenzielle Kölner Abwehrchef soll auch im Alltag mit Körpersprache vorangehen und „voll da sein“.

Nach seinem geglückten Startelf-Comeback beim 2:2 gegen Hoffenheim (der GEISSBLOG berichtete) wird van den Berg auch am Freitagabend in Augsburg beginnen. „Da gibt es gar keinen Grund, etwas zu verändern“, bestätigt Kwasniok und ist guten Mutes, dass van den Berg fortan der besonderen Erwartungshaltung gerecht wird: „Wenn Rav so weitermacht, werden wir noch ganz viel Freude an ihm haben.“

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