Der 1. FC Köln kann gegen Borussia Dortmund nicht darauf setzen, der Außenseiter zu sein. Die Geißböcke müssen punkten – egal, gegen wen. Nur mitzuhalten, reicht nicht. Das hat nun auch Thomas Kessler deutlich gemacht.
Der Bundesliga-Abstiegskampf rückt weiter eng zusammen. Nach der Niederlage des Hamburger SV im Nachholspiel gegen Bayer Leverkusen ist klar, dass zwischen Platz 16 und Platz 11 nur vier Punkte liegen. Der 1. FC Köln liegt genau dazwischen auf Rang 13 mit zwei Punkten auf den HSV nach oben und zwei Punkten auf Werder Bremen nach unten.
Das lässt dem FC keinen Spielraum mehr für weitere unnötige und ärgerliche Niederlagen wie zuletzt. Die Geißböcke sind gefordert, müssen am Samstag gegen Borussia Dortmund endlich einen Großen der Bundesliga ärgern und sich möglichst mit einem Sieg aus der Krise befördern. Dass mit dem BVB ein Gegner nach Müngersdorf kommt, der vor der jüngsten Niederlage gegen den FC Bayern 16 Spiele lang ungeschlagen geblieben war, spielt dabei keine Rolle.
Kessler nach Augsburg-Pleite bedient
Das hat nun auch Sportchef Thomas Kessler klargemacht. „Es reicht nicht, phasenweise gut zu sein. Wir wissen, was gefordert ist, und ich erwarte, dass wir das entsprechend umsetzen“, wird der Sport-Geschäftsführer im kicker zitiert. „Jetzt geht es darum, bei den kommenden Aufgaben – schon am Samstag gegen Dortmund – diese Qualität mit maximaler Intensität und Konsequenz über 90 Minuten auf den Platz zu bringen.“
Deutliche und unmissverständliche Worte – mit Hintergrund. Nach GEISSBLOG-Informationen war Kessler nach dem 0:2 in Augsburg bedient und teilte seinen Unmut auch dem Trainerteam rund um Lukas Kwasniok in aller Deutlichkeit mit. Die Spieler hatten beim FCA vieles vermissen lassen, was es im Abstiegskampf braucht. Und so war Kesslers Warnung an das Trainerteam auch ein Fingerzeig mit Blick auf die nächsten Wochen gegen den BVB, HSV und Borussia Mönchengladbach.
Kessler indirekte Forderung an Kwasniok
„Die Situation ist uns sehr bewusst“, sagte Kessler nun. „Wir reden intern nichts schön, weil am Ende Ergebnisse zählen. Entsprechend konsequent analysieren wir unsere Spiele und leiten daraus unsere Entscheidungen ab.“ Eine Entscheidung Kesslers lautete nach der Augsburg-Pleite, dass das Duell gegen den BVB kein Endspiel für Kwasniok sein wird. Sehr wohl aber ein Richtmaß für die kommenden Wochen. Denn ab sofort gilt nur noch das nackte Ergebnis.
„Lukas und sein Team arbeiten äußerst akribisch, die Mannschaft zieht hier täglich mit“, sagte Kessler. „Wir haben die Qualität, unser Saisonziel zu erreichen. Das hat Lukas der Gruppe in dieser Woche noch einmal sehr deutlich vermittelt.“ Umgekehrt gilt aber auch: Kwasniok weiß, dass Kessler in der Mannschaft die nötige Qualität sieht – und dass es die Aufgabe des Trainerteams ist, diese Qualität zu nutzen. Und zwar schon am Samstag gegen Dortmund.








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