Guirassy mit Nummer 21: Kwasniok sieht dennoch Fortschritte bei FC-Baustelle

Serhou Guirassy erzielte das 1:0 von Borussia Dortmund gegen den 1. FC Köln. (Foto: Bucco)
Serhou Guirassy erzielte das 1:0 von Borussia Dortmund gegen den 1. FC Köln. (Foto: Bucco)

Es war mal wieder ein Gegentor nach einem Standard, das die Niederlage des 1. FC Köln gegen Borussia Dortmund eingeleitet hat. Lukas Kwasniok bescheinigt seiner Mannschaft bei dieser eklatanten Schwachstelle dennoch Fortschritte.

Gegentreffer nach Standardsituationen begleiten den 1. FC Köln bekanntlich bereits durch die komplette Saison. Co-Trainer Hannes Dold, in Lukas Kwasnioks Team für die ruhenden Bälle zuständig, kostete diese Baustelle zuletzt sogar den Job. Doch auch nach dem Aus des Assistenten bleiben die Geißböcke verwundbar.

Am Samstagabend war es Serhou Guirassy, der dem FC vor der Südkurve das 21. Standardgegentor dieser Saison zufügte. Nach einem zunächst abgewehrten Eckball rückte die Kölner Defensive zu langsam heraus, Jahmai Simpson-Puseys Hacke hob das Abseits auf – und so war es mal wieder geschehen.

Kwasniok: „Haben ein bisschen was umgestellt“

Vor Anpfiff hatte Kwasniok bei Sky noch gewarnt: „Wir müssen bei den Standards extrem gut verteidigen. In den letzten drei, vier Spielen waren wir schon sehr, sehr stabil. Wir haben ein bisschen was umgestellt und haben nach Eckstößen kein Gegentor kassiert.“

Grundsätzlich sieht der FC-Trainer bei der chronischen Schwachstelle Standards also durchaus Fortschritte, wobei man beim 2:2 gegen Hoffenheim zuletzt auch wieder einen Gegentreffer nach einem – zugegebenermaßen falsch ausgeführten – Einwurf geschluckt hatte. Auf Nummer drei nach einem Einwurf folgte gegen den BVB nun Nummer elf nach einem Eckball. So steht der FC insgesamt schon bei 21 Gegentoren nach ruhenden Bällen.

Ecken-Taktik geht auf – bis zum zweiten Ball

Seine Herangehensweise am Samstagabend empfand Kwasniok, der drei eigene Spieler aus dem Strafraum herauszog und nach vorne beorderte, dennoch als richtig. „Wir wollten es etwas anders machen als die meisten Mannschaften gegen die Dortmunder, um die Anzahl der Spieler im Fünfmeterraum zu verringern.“

Eigentlich habe man den Eckball auch „extrem gut“ verteidigt, doch: „Den zweiten Ball, der wieder nach vorne in den Strafraum geköpft wird, haben wir nicht verhindert gekriegt. Wir waren ein bisschen zu langsam im Rausrücken.“

Tom Krauß sprach wohl vielen Fans aus der Seele: „Wieder ein Scheiß-Gegentor.“ Zumal der Eckball nur durch einen haarsträubenden Fehlpass von Isak Johannesson entstanden war. „Es sind unglückliche Situationen. Hier ist man einen Schritt zu spät, hier ist man ein Stück weit unkonzentriert“, kritisierte Kapitän Marvin Schwäbe. Die individuellen Patzer bleiben genau wie die Standards ein Thema, an dem der FC in der entscheidenden Saisonphase arbeiten muss.

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