Aufsichtsrats-Chef Souque erklärt Trainer-Aus: „Wir diskutieren seit Dezember“

Sportchef Thomas Kessler und Aufsichtsrats-Chef Lionel Souque in Müngersdorf. (Foto: Bucco)
Sportchef Thomas Kessler und Aufsichtsrats-Chef Lionel Souque in Müngersdorf. (Foto: Bucco)

Der 1. FC Köln nach dem Trainerwechsel: Am Sonntag hat Lionel Souque die Entlassung von Lukas Kwasniok geschildert. Der vor einer Woche entlassene Chefcoach stand offenbar schon länger auf der Kippe.

Wie lief die Entlassung von Lukas Kwasniok beim 1. FC Köln ab? Und vor allem: War die Entlassung eigentlich schon länger beschlossen? Lionel Souque, Aufsichtsrats-Chef und CEO von Hauptsponsor REWE, hat am Sonntag für Klarheit gesorgt. Zumindest schilderte das Mitglied des Gemeinsamen Ausschusses, wie die Gespräche schließlich vonstattengingen.

„Wir diskutieren seit Dezember, wie es weitergeht“, sagte Souque am Sonntag beim Dreierkette Köln Talk im Reissdorf am Hahnentor. Der FC habe seit der ersten Schwächephase vor Weihnachten die Situation ständig beobachtet und auf Führungsebene diskutiert. Auch, als Kwasniok dann erstmals unter Druck gekommen und von den Fans mit dem „Kwasni Yok“ Banner kritisiert worden war.

Souque kritisiert Kwasnioks Kommunikation

Am Ende aber habe die lange Schwächephase im Februar und März ohne Siege zur Trennung geführt – wenngleich nicht nur. „Die fehlenden Punkte sind das Wichtigste, aber auch die Kommunikation intern“, sagte Souque und bezog sich damit auf das Verhältnis Kwasnioks zu manchen Spielern, aber auch auf die Abstimmung mit einzelnen Abteilungen, darunter die medizinische Abteilung in der Phase der vielen Verletzungen.

„Da kommt vieles zusammen“, gestand Souque. „Es gab alle möglichen Varianten über die letzten Wochen, die wir diskutiert haben. Ich habe viel mit Ulf Sobek und Thomas Kessler gesprochen. Die Meinungen waren im Detail zwar nicht immer gleich, aber die Tendenz. Die Frage war am Ende, wer es machen würde.“

Souque für Wagner als Chef – auch über den Sommer hinaus?

Dass man sich schließlich für René Wagner entschieden habe, sei die Folge einer schon länger sehr positiven Einschätzung der Verantwortlichen vom bisherigen Co-Trainer gewesen. „Wagner war noch nie Cheftrainer. Die Frage ist jetzt wie in einer großen Firma: Kann er 40 Leute führen? Das kann einer ja erst beweisen, wenn er in der Position ist“, sagte Souque.

Intern sei bereits diskutiert worden, Wagner über den Sommer hinaus als Cheftrainer zu beschäftigen. Souque machte aber klar, dass eine solche Entscheidung nur möglich gewesen wäre, wenn der 37-Jährige schon vorher eine Chef-Position bekommen hätte. „Ich wäre dagegen gewesen, ihn im Sommer zum Trainer zu machen, wenn er vorher noch nicht Chef war. Jetzt hat er die Chance es zu zeigen. Ich finde ihn super und bin zu 100 Prozent überzeugt, dass er das schaffen wird.“

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