Der 1. FC Köln hat keine Verwendung mehr für Mansour Ouro-Tagba. Dabei überrascht diese Entscheidung auf den ersten Blick. Was steckt hinter dem Plan, den 21-Jährigen abgeben zu wollen?
Eigentlich ist der Plan eines Leihgeschäfts einfach: Ein junger Spieler, der in einer Bundesliga-Mannschaft noch keine Spielzeit erhält, wird an ein unterklassiges Team verliehen. Gelingt ihm dort der Durchbruch, erhält er bei seinem Heimatclub eine neue Chance. So hätte es auch bei Mansour Ouro-Tagba laufen können. Doch der 1. FC Köln hat kein Interesse mehr am 21-Jährigen.
In der vergangenen Saison war der in New York geborene Togolese vom FC an den VfB Stuttgart ausgeliehen, wo Ouro-Tagba in der zweiten Mannschaft der Schwaben in der 3. Liga spielte. Dort glänzte der Stürmer, der zentral sowie über außen agieren kann. In 31 Spielen kam der 1,91 Meter große Angreifer auf neun Tore und drei Vorlagen. Eine durchaus erfolgreiche Saison also.
Keine Chance in der Vorbereitung
Dennoch verzichtete der VfB auf die vereinbarte Kaufoption, die im unteren einstelligen Millionenbereich gelegen haben soll. Stattdessen kehrte Ouro-Tagba nach Köln zurück – oder zumindest schien es so. Doch die Geißböcke verzichten seit Beginn der Vorbereitung vollständig auf den 21-Jährigen. Eine Erklärung dafür gab es nicht, weder aus der U21, wo der Youngster in der Rückrunde 2024/25 drei Tore und drei Vorlagen beigesteuert hatte, noch aus dem Profi-Bereich.
Einzig der Verweis, dass es diverse junge Spieler gebe, für die man Leihclubs suche, ließ sich Thomas Kessler zum Trainingsauftakt entlocken. Warum Trainer René Wagner sich den Angreifer aber nicht einmal im Training anschauen wollte, obwohl die Geißböcke im Angriff noch auf mehreren Positionen suchen, blieb bislang ungeklärt. Ouro-Tagba ist freigestellt, trainiert individuell in München und darf sich einen neuen Verein suchen. In Bewegung gekommen ist die Vereinssuche aber bislang noch nicht.
Keine Chance in der Vorbereitung
Klar scheint: Ouro-Tagba passt offenbar nicht in die vom FC definierten Profile, die Kessler mit Wagner und Kaderplaner Tim Steidten erstellt haben. Ob rein sportlich oder auch bezüglich der Identifikation mit der Aufgabe in Köln, ist offen. Ein Abschied ist jedenfalls unvermeidlich.
Dabei hatte sich der FC den Stürmer im Sommer 2024 noch ablösefrei sichern können, nachdem die Transfersperre bestätigt worden war. Ouro-Tagba kam von 1860 München, um direkt nach Regensburg verliehen zu werden. Der Angreifer war damals eines von vier Talenten, die damals zum FC wechselten: Chilohem Onuoha spielt inzwischen Estrela Amadora nach Portugal, während die beiden El-Mala-Brüder bekanntlich weiterhin in Köln sind.







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