Kessler will „ein bisschen was hinzuführen“ – Skhiri vor der Entscheidung?

Noch wird am Kader gebaut: Sportchef Thomas Kessler mit seinen Direktoren Tim Steidten und Lukas Berg. (Foto: Bucco)
Noch wird am Kader gebaut: Sportchef Thomas Kessler mit seinen Direktoren Tim Steidten und Lukas Berg. (Foto: Bucco)

Während der 1. FC Köln weiterhin nach einer Verstärkung für sein Mittelfeldzentrum sucht, zeichnet sich ab, wohin es Ellyes Skhiri ziehen könnte. Thomas Kessler fahndet nach einem Routinier und betont: „Nur mit jungen talentierten Spielern geht es nicht.“

Wenn es nach den Verantwortlichen des 1. FC Köln gegangen wäre, hätte Ellyes Skhiri am Samstag beim Testspiel gegen Real Sociedad auf dem Platz gestanden. Dann wäre der Tunesier schon vor Wochen zu den Geißböcken zurückgekehrt und als neuer Mittelfeldchef in die Saisonvorbereitung eingestiegen. Stattdessen könnte Skhiri nun im Ligabetrieb auf das Team aus San Sebastian treffen.

Denn wie der belgische Transferjournalist Sacha Tavolieri bei Sky berichtet, bemüht sich der FC Sevilla intensiv um den 31-Jährigen. Der Rekordsieger der Europa League habe konkretes Interesse, aktuell sollen die Gespräche zwischen allen Parteien laufen. Skhiri ist bei Eintracht Frankfurt nach wie vor freigestellt, um Gespräche mit anderen Clubs zu führen.

Neuer Dreikampf um Ellyes Skhiri?

Laut AfricaFoot zählen neben Sevilla auch die AC Florenz und Olympiakos Piräus zu den Bewerbern. Frankfurt würde den Ex-Kölner dem Vernehmen nach für 1,5 bis zwei Millionen Euro ziehen lassen. Der 1. FC Köln bemühte sich frühzeitig um eine Rückkehr des einstigen Publikumslieblings, doch Skhiri pokerte für den womöglich letzten großen Vertrag seiner Karriere auf eine lukrativere Option.

Wer das Kölner Mittelfeld nun verstärkt, steht derweil weiter in den Sternen. Beim 2:1 gegen Real Sociedad setzte René Wagner im Zentrum auf Tom Krauß und Isak Johannesson. Die weiteren Alternativen sind mit Neuzugang Paul Okon-Engstler sowie den U21-Talenten Patrik Kristal und Kristiyan Irmiev ausschließlich Youngsters. Am Freitag verkündete der FC zudem die Verpflichtung des portugiesischen U17-Europameisters Gil Neves.

Kessler sucht nach einem Abräumer mit Erfahrung. Neben Skhiri waren auch Edson Alvarez (West Ham United), Rani Khedira (Union Berlin) und Vinícius Souza (VfL Wolfsburg) im Gespräch – mit gemischten Erfolgsaussichten. Fakt ist: Nach zahlreichen Talente-Transfers soll der Mannschaft noch Routine hinzugefügt werden.

Kessler: „Du brauchst eine vernünftige Struktur“

„Wir sind ein sehr attraktiver Standort – gerade für junge Spieler oder für Spieler, die vielleicht noch mal eine kleine Kurve in der Karriere machen müssen“, sagte Thomas Kessler am Rande des Testspiels gegen Real Sociedad bei MagentaSport. Skhiri wäre jemand gewesen, dem die Verantwortlichen zugetraut hätten, in Köln wieder in die Spur zu finden. Wie auch Jakub Kaminski beim FC wieder zu alter Stärke fand – natürlich in einem ganz anderen Stadium seiner Karriere.

Kessler sucht weiter und betonte trotz der auffällig vielen Talente-Transfers: „Es sind nicht nur junge Spieler, die wir geholt haben. Wir haben mit Luka Lochoshvili und Gideon Mensah auch Erfahrung dazugeholt. Es ist ein guter Mix und wir wollen noch ein bisschen was hinzuführen.“ Allem voran für die Sechserposition. „Nur mit jungen talentierten Spielern geht es nicht“, so der Sportboss. „Du brauchst eine vernünftige Struktur. Die ist schon fast komplett, aber vielleicht kommt der eine oder andere noch dazu.“ Ganz bestimmt sogar.

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