Als Nummer zwei in die Saison: Beißen sich Youngsters bei Wagner fest?

David Fürst beim Testspiel gegen Real Sociedad. (Foto: IMAGO / STEINSIEK.CH)
David Fürst beim Testspiel gegen Real Sociedad. (Foto: IMAGO / STEINSIEK.CH)

David Fürst und Jonathan Friemel sind auf den Außenverteidiger-Positionen aktuell jeweils die Nummer zwei. Dürfen die beiden Youngsters des 1. FC Köln zum Saisonstart sogar auf ihre Profi-Debüts hoffen?

Knapp ein halbes Jahr ist es her, da schnupperte David Fürst schon einmal Bundesliga-Luft. Am 14. Februar, als der 1. FC Köln beim VfB Stuttgart zu Gast war und erhebliche Personalsorgen in der Abwehr hatte, stand der Rechtsverteidiger zum ersten und bislang einzigen Mal im Profikader der Geißböcke. Nun stehen Fürst weitere Nominierungen bevor.

Sebastian Sebulonsen dürfte nach seinem am Wochenende erlittenen Muskelfaserriss im Oberschenkel sowohl den Auftakt im DFB-Pokal in Würzburg (24. August) als auch den Bundesliga-Start gegen die TSG Hoffenheim (29. August) verpassen. Fürst, der die komplette bisherige Vorbereitung mit den FC-Profis bestritt, ist neben Alessio Castro-Montes der einzige weitere Rechtsverteidiger im Kader.

Fürst und Friemel als Back-ups

Der 19-Jährige, der im Juli seinen ersten Profivertrag beim FC unterschrieben hat und eigentlich bei der U21 eingeplant ist, wird beim Bundesliga-Team schneller als gedacht benötigt – zumindest als Back-up. Und keine Frage: Wer die Nummer zwei ist, ist nur einen Schritt davon entfernt, tatsächlich zu spielen. Die Verletzung Sebulonsens, die nicht so gravierend ist, dass der FC auf dem Transfermarkt aktiv werden müsste, ist die große Chance für Fürst.

Der Rechtsverteidiger, der gegen Real Sociedad und generell während der gesamten Vorbereitung einen guten Eindruck bei den Verantwortlichen hinterließ, wäre nicht der erste Youngster, der sich unverhofft in den Fokus spielt. Eine ähnliche Chance hat Jonathan Friemel auf der Linksverteidiger-Position, wo Gideon Mensah zwar als klarer Platzhirsch gilt und noch eine Alternative verpflichtet werden soll – doch aktuell ist Friemel die Nummer zwei.

Wagner: „Die Jungs sollen Gas geben“

René Wagner hätte keine Bauchschmerzen, die beiden U21-Talente, die vergangene Saison noch die Außenbahnen der U19 beackert hatten, in den Spieltagskader zu berufen. Nach dem 2:1 gegen Real Sociedad sagte der Kölner Coach: „Die Jungs standen auf dem Platz und dann liegt es an ihnen, zu performen. Das haben alle gemacht. Das ist genau, was wir wollen: Die Jungs sollen in jedem Training, in jedem Spiel Gas geben.“ Solange Sebulonsen zuschauen muss und kein weiterer Linksverteidiger verpflichtet wurde, dürfen Fürst und Friemel bei den Profis Gas geben – mindestens so lange.

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