Stöger BVB

Stöger einer wie Wenger? FC-Coach sieht’s entspannt

Bis zum 30. Juni 2017 läuft der Vertrag von Peter Stöger beim 1. FC Köln. Den Wunsch, wonach eine Verlängerung des Kontraktes „zeitnah“ geschehen solle, äußerten zuletzt Alexander Wehrle und Toni Schumacher. Werner Spinner und Peter Stöger selbst sehen das dagegen gelassen. Auch von einer Ära wie der Arsène Wengers beim FC Arsenal ist der 49-Jährige noch weit entfernt. Auch, wenn Stöger seine Vorgänger der letzten 25 Jahre bereits in den Schatten stellt.

Köln – „Für mich ist es erfreulich, weil wir jetzt im dritten Jahr hier sind, und die Leute offensichtlich mit der Art und Weise, wie wir arbeiten, zufrieden sind“, wurde Stöger am Sonntag im „kicker“ zitiert, nachdem Wehrle und Schumacher ihm am Geißbockheim den roten Teppich zur Vertragsverlängerung ausgerollt hatten. „Den Vertrauensvorschuss, den wir bekommen haben, als wir geholt wurden, dürften wir bestätigt haben.“

Niemand braucht sich Sorgen zu machen

Bekanntlich fühlen sich Stöger und seine Lebenspartnerin Ulrike Kriegler in Köln pudelwohl. Das Verhältnis zu Sportchef Jörg Schmadtke ist bestens. Sollte eine Verlängerung des Vertrags anstehen, dürfte es also geräuschlos und unkompliziert über die Bühne gehen. „Wir sitzen eh permanent zusammen“, sagte Stöger lapidar. Man würde sich also wohl bei einem Kaffee schnell einig. „Es braucht sich niemand Sorgen zu machen“, beruhigte Stöger.

Jörg Schmadtke und Peter Stöger im intensiven Gespräch am Trainingsplatz.

Pflegen ein gutes Verhältnis: Jörg Schmadtke und Peter Stöger. (Foto: GBK)

Wehrle („Ich bin zuversichtlich, dass Jörg Schmadtke frühzeitig und zeitnah in Kommunikation mit Peter Stöger tritt“) und Schumacher („Es wäre schön, wenn unser Österreicher ein zweiter Dauerbrenner wie Arsenals Arsène Wenger wird“) hatten sich in einem gemeinsamen „Bild“-Interview bereits deutlich positioniert. Dem Ganzen nahm Stöger ebenso den Druck wie Präsident Werner Spinner im GBK-Interview: „Jörg Schmadtke und Peter Stöger werden den richtigen Zeitpunkt finden, zu verlängern. Beide sind da nach meinem Gefühl sehr entspannt.“

Letztmals war Daum so lange Trainer – in den 80ern…

Dass ein FC-Trainer nach zweieinhalb Jahren noch immer derart fest im Sattel sitzt, hat man in Köln seit über 25 Jahren nicht mehr erlebt. Seit 1990 war nur einer so lange im Sattel – Ewald Lienen – und der musste Ende Januar 2002 gehen. Stöger wird Lienen also mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlich überholen, sobald er im Februar noch immer Trainer sein wird. Damit wäre Stöger die längste Zeit FC-Coach, seit Ende der 1980er Jahre ein gewisser Christoph Daum vier Jahre lang die Kölner Geschicke lenkte. Insofern hat Stöger bereits mehr erreicht als seine unzähligen Kollegen in den vergangenen 25 Jahren vor ihm.

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  1. HÄNNESCHEN

    Ich denke nicht in Wengerschen Kategorien, aber im ersten Schritt sollten es bitte drei weitere Jahre Minimum sein. Von mir aus gerne auch fünf.
    Bis dahin sollte aber eine deutlich höhere Durchlässigkeit vom U21- in den Profikader erreicht worden sein, damit regelmäßig aufgefrischt wird. Andernfalls nutzen sich Trainer vermutlich ab.

  2. HÄNNESCHEN

    Erstaunlich ist, dass Peter Stöger der erste Trainer (seit Lienen?) ist, der Spieler beim FC weiter entwickelt. Normalerweise wäre es doch mit Spielern wie Lehmann, Maroh & Risse so gewesen: geholt als Korsettstangen für den Neuaufbau in Liga zwei, in Liga eins dann unerklärliche Leistungsschwankungen mit allem Drum und Dran wie Publikumsanfeindungen, abschliessend mit sattem Wertverlust weitergezogen. Wie es Volker Finke mal angemerkt hat: in Köln verlieren alle Spieler an Wert.

    Bei Stöger sind Lehmann & Maroh Leistungsträger, haben ein nie vermutetes Standing in Liga eins und ihren unbestrittenen Wert für die positive Entwicklung der Mannschaft sowie der jungen Spieler im besonderen. Da gehört sicher auch gehörig Dank an die Leute im Hintergrund wie Manfred Schmid. An den sollte man besonders denken, wenn man mit Stöger weiter plant.

  3. Rolf Mörsch

    Peter Stöger leistet hervorragende Arbeit. Aber das gilt auch für Schmid, Wehrle, Schmadtke usw.
    Das Team macht es. Es ist sicher richtig den Klassenerhalt als Saison Ziel auszugeben, aber es ist nicht falsch von mehr zu träumen, denn ohne höher gesteckte Ziele keine Weiterentwicklung.
    Warum mache ich mir weder über den Trainer für die nächste Saison Sorgen, noch über den Kader ? Weil das Team unter Herrn Spinner funktioniert.
    Es macht wieder Spaß über den 1.FC Köln zu sprechen.


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