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Kein Nachspiel: Verfahren gegen Modeste eingestellt

Gute Nachrichten für Anthony Modeste und den 1. FC Köln: Seine Attacke gegen den Darmstädter Aytac Sulu aus dem vergangenen Bundesliga-Spiel bleibt folgenlos. Der DFB-Kontrollausschuss hat das Verfahren am Dienstag eingestellt.

Köln – Modeste war vorgeworfen worden, seinem Gegenspieler Sulu in einem Laufduell absichtlich ins Gesicht geschlagen zu haben. Schiedsrichter Dr. Robert Kampka hatte die Szene nicht geahndet. Nach Auswertung aller Bildaufzeichnungen und Stellungnahmen nimmt die Geschichte für den Effzeh-Angreifer nun aber ein gutes Ende.

Längere Sperre hätte gedroht

Wäre Modeste eine Absicht nachgewiesen und verurteilt worden, hätten der Effzeh wohl für mehrere Spiele auf seinen besten Stürmer verzichten müssen. Nun aber können die Geissböcke am Samstag gegen den VfL Wolfsburg auf den Torjäger zählen. Der 28-Jährige ist mit seinen 14 Saisontreffern für die Kölner kaum zu ersetzen. In der diesjährigen Bundesliga-Saison hat lediglich Dortmunds Pierre-Emerick Aubameyang mehr Tore erzielt.

Ist die Entscheidung des DFB-Kontrollausschusses richtig? Diskutiert mit!


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17 Kommentare

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    • Cyberjudas

      Ich bin zwar Effzeh Fan, aber ich muss sagen, dass ich eine Strafe bei solch schwerwiegenden Vergehen für sinnvoll erachte. So etwas macht man einfach nicht und ist grob unsportlich. Zumal diese Menschen dadurch, dass ihr Handeln öffentlich sichtbar ist, auch zwangsläufig eine gewisse Vorbildfunktion haben. Allerdings muss dann auch jedes schwerwiegende Delikt (ok, wo macht man da die Trennung) entsprechend geahndet werden und so hätte auch ein Ribery schon mehrfach gesperrt werden müssen. Zumindest wäre dann der DfB Montags und Dienstags voll ausgelastet und würde nicht auf andere dumme Ideen kommen.

  1. Nick

    Einzig logische Entscheidung. Wenn hier gesagt worden wäre – „Hat er nicht bewertet, weil nicht gesehen“, dass wäre ja mehr als lächerlich gewesen…

  2. Robert H.

    Uuuhh, das wird einigen Scharfrichtern, von denen ich im Internet gelesen habe gar nicht gefallen … hihi!
    Der Tenor war von „mindestens 3 Spiele Sperre“ bis zu „Sperre bis Saisonende“

    Hatte mich schon mit so 3 Spielen Pause für AM abgefunden. Dachte nicht, dass der DFB darauf verzichtet, ein Exempel zu statuieren.

    Aber so ist es gut. Habe eh nicht das ganze Gerede von „Tätlichkeit“ verstanden. War in meinen Augen eine abrupte Befreiungsbewegung, die dumm geendet hat.

    Gute Entscheidung! Und aber trotzdem: Glück gehabt. Das nächste mal, AM: etwas mehr Ruhe bewahren.

  3. OlliW

    Ja, das schrägste, was ich gelesen habe, war ein Kommentar nach dem Motto der DFB ließe vor allem gerne Franzosen mit so was durchkommen ;-))) Härrlisch!

    Nun, es mutet zwar etwas seltsam an, weil es erst hieß, die Situation sei vom Schiri nicht gesehen und daher nicht beurteilt worden. Und jetzt wird gerade das als Tatsachenentscheidung gewertet. Auch wenn es am Ende eine Tätlichkeit gewesen sein sollte… Alles gut. Tony macht am Samstag Nr. 15 gegen VfWolfsburg ;-.)

  4. Klio

    Puuh …, nochmal davon gekommen!

    Der Maßstab „vom Schiedsrichter bewertet bzw. nicht bewertet“ hat eigentlich wenig mit Gerechtigkeit zu tun. Bei bösen Fouls wie bei Boyd gegen Sörensen ist Gelb dann ein Glück. Wenn der Schiedsrichter gar nichts sieht, wird es dann leicht nachträglich Rot. In Darmstadt hatte der Schiedsrichter Modeste und Sulu direkt vor der Nase und will trotzdem nichts gesehen haben. Gesehen hat er die beiden auf jeden Fall, aber wohl nicht auf sie geachtet. Nicht auf sie zu achten, darin war dann wahrscheinlich die Bewertung „kein Foul“ enthalten.

  5. LucaBrasi

    Ich glaube immer noch, dass Modeste sich in der Situation einen Vorteil verschaffen wollte, indem er seinen Arm vor Sulus Körper bringt, ihn somit quasi zurück zieht. Dabei ist der Arm seitlich in Sulus Gesicht gelandet.
    Das eine wäre ein normales Stürmerfoul gewesen, das andere hätte Gelb geben müssen und es wäre natürlich auch möglich gewesen, dass der Schiedsrichter die Aktion als Tätlichkeit bewertet.
    Ich bin mir aber sicher, dass es nicht Absicht war, sondern eher unglücklich gehandelt…
    Eine Tätlichkeit muss aber doch vorsätzlich sein, oder?

  6. Ansgar Schütt

    Ich freue mich natürlich über die Entscheidung. Auch ich habe mir diese Szene mehrfach angesehen und erkenne keinen groben Vorsatz. Aus der Sprintbewegung heraus hat Modeste den Arm über Sulu gehoben um sich freizulaufen. Das er aus dieser Bewegung heraus den Gegner am Kopf trifft ist bedauerlich jedoch keine Tätlichkeit. Wenn der Schiedsrichter das gesehen hätte, dann dürfte sich Modeste allerdings nicht über Gelb-Rot beschweren dürfen weil einem vorbelasteten Spieler so etwas auch negativ ausgelegt werden könnte. Gut das der Trainer ihn ausgewechselt hat um ihn zu bewahren.
    Da gibt es viel schlimmere Fouls (Ribery)

  7. Sülzgürtül

    Man muss auch mal sagen dass dieser Ctulu im Grunde ein sauberer Sportsmann ist. Auf dem Platz nicht immer, aber nach dem Spiel ohne Nachtreten. Daumen hoch!

    • Robert H.

      Das würde ich glatt unterschreiben. Scheinbar hat seine Aussage auch zum Freispruch geführt. Hoch anzurechnen!
      Was immer auf dem Platz war – für irgendwelche Exzesse ist Sulu nicht bekannt. Genau so wenig wie AM.

  8. Ottla

    man kann in den vorgang am ende nur „hinein-geheimnissen“ – aber genau das macht den fussball ja aus! deshalb bin ich auch gegen den videobeweis! wer würde sich je nochmal an das spiel bayer gegen hoffenheim erinnern, wenn es nicht das phantomtor gegeben hätte – wer an wembley usw. ?!?

    durch den videobeweis beraubt man den fussball seiner großen popularität, weil man nicht unterschätzen darf, dass das rumoren und diskutieren nach den spielen über gewisse schiri-entscheidungen etc. diesen sport so einzigartig und gerade deshalb zum volkssport gemacht hat. die deutungshoheit des vergangenen spieltages war immer teil dessen, was die leute auf der straße im nachhinein daraus gemacht habe. das hat etwas zutiefst demokratisches – aller irrationalitäten zum trotz! man macht den fussball durch den videobeweis natürlich professioneller – aber eben auch zur reinen profi(t)-maschine – ich glaube, dass das den fussball auf dauer undemokratischer und abgehobener machen wird. ganz klar: contra videobeweis.

    • rain man

      Wie wäre hier mit Videobeweis entschieden worden? Hätte der dafür vorgesehene Oberschiedsrichter das Spiel einige Minuten nach der Szene (der SKY-Reporter hat’s auch nicht sofort gesehen) unterbrochen worden mit anschließender Diskussion und dann möglichem Platzverweis für AM?

  9. Heiko

    Unser Effzeh hatte letzte Saison so viel Pech mit den Schiedsrichterentscheidungen.. Das nehm ich hier und jetzt mal als Wiedergutmachung. Das AM dem Darmstädter eine zwiebelt ist für mich unstrittig;)

  10. puschel

    …mir fehlt hier bei vielen kommentaren eine nicht unherhebliche „kleinigkeit“ , nämlich das zuallererst sulu den linken arm richtung tony ausfährt und er dadurch zu seiner, zugegebenen, unschicklichkeit gezwungen ist ….


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