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Gerhardt: „Ich wollte das erreichen, was Köln jetzt hat“

Mit der U21-Nationalmannschaft des DFB kämpft Yannick Gerhardt aktuell um den EM-Titel. Während Lukas Klünter vom 1. FC Köln bislang noch nicht zum Einsatz kam, ist der ehemalige Kölner Gerhardt Stammspieler. Nun offenbarte er Einblicke in sein Seelenleben nach einer bewegenden Saison.

Wielizcka – Ein aktueller und zwei ehemalige Kölner auf Titeljagd: Gerhardt, Klünter und Mitchell Weiser wollen mit der U21-Auswahl bei der EM 2017 in Polen für Furore sorgen. Während Klünter noch auf seinen ersten Einsatz warten muss, ist Gerhardt gesetzt. Der Linksfuß spielt eine ähnliche Rolle wie Jonas Hector bei Joachim Löw. Ein Rolle, die er inzwischen vom VfL Wolfsburg her kennt.

Ich freue mich riesig für den FC – das ist krass!

Den Wechsel zu den Wölfen hatte sich Gerhardt allerdings gänzlich anders vorgestellt, wie er nun in einem Interview gestand. „Der Überlebenskampf mit Wolfsburg ging mir an die Nieren“, sagte der 23-Jährige im Gespräch mit „Sportbuzzer“. Der VfL hatte den Klassenerhalt erst in der Relegation geschafft – auch, weil Gerhardt beim Gegentreffer zum 1:2 in Hamburg am 34. Spieltag gepatzt hatte. „Ich war im entscheidenden Zweikampf direkt beteiligt. Für mich war es unendlich bitter mitzuerleben, wie sich die Menschen im Stadion in Hamburg freuten, als für uns klar wurde, dass es in die Relegation geht.“

Während Gerhardt am 34. Spieltag kurz vor Schluss das Drama erlebte in die Relegation zu müssen, konnte er wenig später erfahren, was zur gleichen Zeit in Köln los war. Der Effzeh hatte den Einzug in die Europa League perfekt gemacht. Gerhardt, der bei den Geissböcken in der Jugend groß geworden war, war ein Jahr zuvor dem Ruf des Geldes aus der Autostadt gefolgt. Nun erlebte er verkehrte Welten. „Ich freue mich riesig für den FC – das ist krass“, sagte Gerhardt und gestand: „Mein sportliches Ziel war in dieser Spielzeit ein ganz anderes als nun am Ende herausgesprungen ist. Ich wollte das erreichen, was Köln jetzt hat.“

Man kann sagen, dass mein Wechsel unglücklich war

Während sein Ex-Klub nun die Touren durch Europa genießen und sich auf europäischer Bühne präsentieren kann, muss sich Gerhardt mit dem VfL konsolidieren. „Natürlich kann man nach dieser enttäuschenden Saison sagen, dass mein Wechsel unglücklich war“, sagte Gerhardt, fügte aber pflichtschuldig an: „Für meine Entwicklung war dieser Schritt richtig. Ich habe in diesem Jahr sehr viel gelernt.“ Das hätte er wohl auch beim Effzeh, doch davon wird ihm Kölns Senkrechtstarter Lukas Klünter während der U21-EM sicherlich berichten.


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  1. AMX

    Hab ich den Abgang von Lukas Klünter nicht mitbekommen?

    „Drei ehemalige Kölner auf Titeljagd: Gerhardt, Klünter und Mitchell Weiser“

  2. Pfalzbock

    In der Pfalz sagt man dazu „in die Buxe geschissen“.
    Typisch Einzeller!
    Die Quintessenz aus dem Interview ist also, dass er für seine Entwicklung den Abstiegskampf brauchte???
    Stimmt, den kann man selten mit besseren Lohntüten erreichen!

    Kann man eigentlich Spieler, wegen Dummheit, nachträglich Sperren?


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