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Leo und die Effzeh-Juwele: Einer unter Gleichgesinnten

Vor vier Jahren wollte ihn der FC Bayern verpflichten, aber er ging zu Borussia Dortmund. Als Supertalent gehypt, sucht Leonardo Bittencourt nach seiner Zeit bei Hannover 96 nun beim 1. FC Köln nach dem entscheidenden Katalysator für seine vielversprechende Karriere. Damit ist er beim Effzeh nicht alleine. Peter Stöger und die Geissböcke wollen dem Deutsch-Brasilianer und weiteren Talenten zum Durchbruch verhelfen. Rosige Aussichten – nicht nur für Bittencourt.

Köln – Sein Werdegang ist bekannt: 17 Jahre alt war er, als er für Energie Cottbus bei den Profis debütierte. 17 Jahre war er, als der FC Bayern und Borussia Dortmund anfragten und er sich für den BVB entschied. Dass er bei den Schwarz-Gelben in der Mannschaft des damals amtierenden Double-Gewinners sich nicht durchsetzte, überraschte ebenso wenig wie sein Wechsel nach Hannover. Denn die Hannoveraner galten unter Trainer Mirko Slomka als perfekter Ort für das junge Talent, sich in einem modernen Fußball-System weiterzuentwickeln.

Leonardo Bittencourt ist der neueste Coup des Effzeh. Er kommt von Hannover 96.

Leonardo Bittencourt ist der neueste Coup des Effzeh. Er kommt von Hannover 96.

Mit der Entlassung von Slomka im Dezember 2013 änderte sich das. Die 96er sind bis heute nicht mehr der aufstrebende Bundesligist, den Präsident Martin Kind aus den Niedersachsen machen wollte. Im Sommer gingen mit Lars Stindl, Joselu und Jimmy Briand drei wichtige Offensivkräfte, gleichwertiger Ersatz kam bislang nicht. In Hannover geht die Angst um, dass es in der kommenden Saison unter Trainer Michael Frontzeck eng werden könnte im Kampf um den Klassenerhalt.

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Eine Perspektive, die Bittencourt zum Umdenken bewog. Und zum Wechsel zum 1. FC Köln. Während in Hannover Manager Dirk Dufner wackelt und nicht viele Anhänger glücklich sind mit der Trainerwahl, findet er in Köln eine stabile Führung vor. Ein Trainerteam, das zwei Jahre lang eine Mannschaft aufgebaut hat, die taktisch gut geschult in der Bundesliga angekommen ist. Eine Geschäftsführung, die perspektivisch den Klub verändern und nach oben führen will. Und einen Kader, in dem Leonardo Bittencourt kein Sonderling mehr ist, sondern einer unter Gleichgesinnten.

Weiterlesen – Warum Bittencourt nicht sagen wird: „Das war alles Schwachsinn!“

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