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Beleidigt und beruhigt: Darum ist bei Jojic alles "wunderbar"

Er könnte der Königstransfer beim 1. FC Köln sein: Milos Jojic, der Drei-Millionen-Neuzugang von Borussia Dortmund. Doch nur einen Tag nach seinem Einstand beim Effzeh verletzte sich der Serbe am Knöchel. Die Erleichterung, die Trainer Peter Stöger zum Ausdruck brachte, als die Ärzte Entwarnung gaben, spricht Bände über den Stellenwert, den Jojic künftig bei den Geissböcken einnehmen soll.

Köln – Die Szene sagte eine Menge über die Schusskraft von Anthony Modeste aus und auch ein wenig über die Stabilität im rechten Fußgelenk von Milos Jojic. Der Schuss des Franzosen traf den Knöchel des Serben. Und während sich Modeste ärgerte, dass Jojic dessen Schuss abgeblockt hatte, ging der Getroffene zu Boden. „Der Bänderapparat ist ein bisschen beleidigt“, erklärte Peter Stöger tags drauf die Diagnose der Ärzte auf die ihm eigene Art. „Es wird ein paar Tage dauern, aber das ist in Ordnung. Es ist Gott sei Dank nicht so schlimm, wie wir befürchtet hatten.“

Nicht so schlimm wie befürchtet, heißt: leichte Bänderverletzung – Ausfallzeit eher in Tagen als in Wochen zu berechnen. Spätestens beim zweiten Trainingslager in Kitzbühel wird Jojic wieder voll einsteigen. Bis dahin bekommt er Zeit, um seinem Bänderapparat gut zuzureden und sich in Köln einzuleben. Dass er das Testspiel gegen Osnabrück am Samstag und wohl auch das gegen Tychy in Polen eine Woche später verpassen wird, damit können sie am Geißbockheim gut leben. Hauptsache, der offensive Mittelfeldspieler fällt nicht wochenlang aus. Testspiele, um sich mit der Mannschaft einzuspielen, kommen noch zur Genüge.

Ich war erleichtert, keine Frage!

Jojic und der Effzeh – es soll eine erfolgreiche Verbindung werden. Der Serbe, ein technisch versierter, passstarker und im Spiel nach vorne ideenreicher Antreiber. Die Kölner, ein Klub mit einem gewissen Mangel an Kreativität gerade gegen tiefer stehende Mannschaften und mit einem Loch, so tief wie der Grand Canyon, wenn es um Gefährlichkeit nach Standards geht. Da trifft es sich gut, dass Jojic eben jene zu treten weiß und mit Spielern wie Schussmonster Modeste und Abwehrtalent Dominique Heintz extrem kopfballstarke Spieler zum Effzeh hinzugestoßen sind.

Jetzt muss die Kölner Nummer acht nur noch fit werden. Kein Wunder, dass Stöger aufgeatmet hatte, als er die harmlose Diagnose überbracht bekam. „Ich war erleichtert, keine Frage“, so der Coach. „Milos ist wichtig für uns. Er ist im zweiten Trainingslager komplett dabei, deshalb ist alles wunderbar. Er weiß, dass er hier eine wichtige Position innehaben kann und das wird ihm die Ruhe geben, relativ schnell zurückzukommen.“ Es klang wie ein Versprechen an die Zukunft – nicht nur an die Zukunft des Spielers in Köln, sondern an die Zukunft der Kölner dank Jojic.

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