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Erstes zu Null, jetzt gesetzt: Lob für Heintz und Sörensen

Insgesamt 13 Mal spielte der 1. FC Köln vergangene Saison zu Null. Nur 40 Gegentore bedeuteten die fünftbeste Abwehr 2014/15. Nun hat der Effzeh den Pfad der Defensivtugend wiederentdeckt und gegen Borussia Mönchengladbach die überzeugendste Abwehrleistung der neuen Saison hingelegt. Und das nach dem 2:6-Debakel in Frankfurt. „Das ist wichtig für die Jungs“, freut sich Trainer Stöger.

Köln – Nach dem 1:0-Derbysieg gegen Gladbach war Stöger zu Dominique Heintz gegangen und hatte ihn in den Arm genommen. Ein paar Worte, ein Klapser auf der Kopf: Heintz hatte sich die Glückwünsche des Trainers verdient. Er war gerade in der zweiten Halbzeit der überragende Mann im Defensivverbund der Kölner gewesen. An ihm und seinem Nebenmann Frederik Sörensen war nichts vorbei gekommen.

„Er hat gesagt, dass ich ein überragendes Spiel gemacht habe“, verriet Heintz hinterher. „Aber ich habe gesagt: Danke, Trainer, aber wir haben es als ganze Mannschaft gut gemacht.“ Das hatte der FC tatsächlich: Die Borussia konnte über 90 Minuten in Müngersdorf keine einzige Torchance für sich verzeichnen, fuhr stattdessen desillusioniert (und mittlerweile ohne Trainer) wieder an den Niederrhein zurück.

Wer mich kennt, war nicht überrascht

Entsprechend positiv fiel das Fazit des FC-Coaches aus: „Wir haben einen weit kompakteren Eindruck hinterlassen. Das war erfreulich. Für uns war es oberstes Gebot, sie nicht in Führung gehen zu lassen.“ Das klappte perfekt. Gladbach blieb chancenlos, Köln hingegen hatte trotz nur 40 Prozent Ballbesitz die Möglichkeiten und nutzte die beste durch Anthony Modeste zum Sieg.

Vor dem Spiel hatten insbesondere Heintz und Sörensen im Fokus gestanden. Obwohl in Frankfurt nur die letzten Elemente einer ellenlangen Fehlerkette, hatte gerade Sörensen viel Kritik einstecken müssen. Durch die Rückkehr von Dominic Maroh ins Teamtraining bestand zudem zumindest theoretisch die Möglichkeit, dass der Däne seinen Platz an Maroh verlieren würde. Aber nur theoretisch. „Wer mich kennt, der dürfte nicht überrascht gewesen sein, dass beide wieder gespielt haben“, sagte Stöger am Sonntag. „Ich bin eher überrascht, dass manche überrascht waren.“

Weiterlesen: Die schwierige Rolle des Dominic Maroh

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