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Gerhardt nutzt Chance: "Dann wird er ein richtig Guter"

Am Sonntag saß er in Mönchengladbach im Grenzlandstadion und sah, wie seine kleine Schwester Anna groß aufspielte. Yannick Gerhardt hatte allen Grund, stolz auf seine Schwester zu sein nach dem Derby-Sieg der Frauen des 1. FC Köln gegen die Borussia vom Niederrhein. Doch Yannick hatte auch allen Grund, mit sich selbst zufrieden zu sein. Denn er hatte gegen den FC Ingolstadt (1:1) gezeigt, wozu er in der Bundesliga fähig ist.

Köln – Es war die erhofft starke Leistung, die Gerhardt am Freitagabend gegen den FCI auf den Rasen gebracht hatte. Ballsicher, passstark, mit Übersicht im Spielaufbau, dazu laufstark und immer mit dem Blick für die Sicherung des defensiven Zentrums. Der 21-Jährige überzeuge als Achter neben beziehungsweise vor Matthias Lehmann und nutzte die Chance, die ihm durch den Nasenbeinbruch von Kevin Vogt geboten worden war.

Luxusproblem mit Gerhardt: „Er ist bereit“

„Yannick hat das richtig gut gemacht“, lobte Trainer Peter Stöger nach dem Spiel. „Wir wussten um die Qualität des Gegners im Umschaltspiel, da brauchst du Staffelung im Mittelfeld. Und das hat er mit Matthias Lehmann richtig gut gelöst.“ Gleichzeitig leitete Gerhardt immer wieder Angriffe ein, war die Schaltzentrale im Kölner Zentrum. „Ich freue mich für ihn, dass er ein gutes Spiel gemacht hat. Er hat schon in den letzten Wochen, wenn er eingewechselt wurde, gezeigt, dass er bereit ist.“

Wochenlang hatte Gerhardt auf diesen Moment warten müssen. Stöger hatte zuletzt auf die Doppel-Sechs Lehmann/Vogt gesetzt, die in der vergangenen Saison für eine sichere Defensive gesorgt hatte. Das Luxusproblem mit Gerhardt versuchte er zu lösen, indem er den hoch veranlagten Linksfuß immer wieder nach gut einer Stunde in die Partie warf, um noch einmal für neuen Schwung zu sorgen.

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