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Totalschaden – was nun? Vertrauen und Kontrolle!

Man stelle sich vor, Meier, Müller oder Schmitz – okay, vielleicht nicht Meier – aber Müller oder Schmitz hätten ein Lieblingsauto. Es mag nicht das sein, was sich Herr Schmitz im Schlaraffenland kaufen würde. Aber weil der Herr Schmitz nur ein bestimmtes Budget zur Verfügung hat, kauft er sich das Modell „1. FC Köln 2015/16“. Nach drei Wochen Begeisterung pur aber passiert das Unfassbare: in Woche vier versagen die Bremsen, der Effzeh kollidiert mit einem Alfa Romeo, am Steuer eben jener Herr Meier. Totalschaden. Was tun, Herr Schmitz? Ein Kommentar.

Köln – Herr Schmitz hat die Wahl. Kauft er sich den „1. FC Köln 2015/16“ noch einmal, weil er auf genau dieses Auto in dieser Form vertraut, völlig egal, was mit dem Herrn Meier passiert ist? Oder wechselt er das Modell oder gar die Marke? Wenn er klug ist, bleibt er seiner Linie treu. Denn er weiß, was er an seinem Wagen hat. Immerhin hatte dieser ihm drei Wochen lang große Freude bereitet. Einzig: Er dürfte nun öfter die Bremsen kontrollieren. Denn: Vertrauen ist gut, Kontrolle ist besser.

Eine Frage der Hinterachse

Gleiches gilt für den 1. FC Köln und Trainer Peter Stöger nach dem 2:6-Debakel bei Eintracht Frankfurt. Der Österreicher tut gut daran, nach der Klatsche nicht gleich alles in Frage zu stellen, was größtenteils in den Spielen zuvor funktioniert hatte. Er tut aber auch gut daran, genau unter die Lupe zu nehmen, welches Teil der Bremsanlage in der Commerzbank Arena so fatal versagt hatte. Denn ein Totalschaden hat zwar auch immer etwas mit dem zweiten Auto zu tun. Wenn es aber technisches – oder individuelles – Versagen war wie im Falle der höchsten Niederlage in der Stöger-Ära, dann sind offene Augen und Ohren das Wichtigste für die künftige Sicherheit im Straßenverkehr der Bundesliga.

Stöger kann zwar guten Gewissens darauf vertrauen, dass der Frontantrieb um Anthony Modeste weiter läuft. Allerdings wird er einen genaueren Blick auf die Hinterachse werfen. Die war gegen Frankfurt völlig aus der Spur geraten. Ersatzteile stehen bereit, Stöger weiß aber auch: Je öfter ich meine Hinterachse in ihre Einzelteile zerlege und wieder zusammenbaue, desto mehr nutzen sich die Teile ab. Deswegen wird er sich genau überlegen, ob er schon jetzt nach dem ersten ernsthaften Problem zu neuem Personal greifen oder weiter seiner bisherigen Defensive vertrauen wird. Eine Woche hat er nun Zeit zu beobachten, wie sich die Hinterachse im Testmodus verhält. Denn wie gesagt: Vertrauen ist gut, Kontrolle ist besser.

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