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Wer ist das Herz des 1. FC Köln? Zerreißprobe mit Fans droht


Der vom Effzeh postulierte Weg des Dialogs? Ignoriert und übergangen. In der Geschäftsstelle gibt es bereits Stimmen, die sagen: Er ist gescheitert, weil er nur noch vom FC geführt wird. Am Montag gab es ein neuerliches Treffen der AG Fankultur. In einer Mitteilung des Kölner Fan-Projekts hieß es, man habe die Haltung des Südkurve e.V. „kontrovers diskutiert“. Ein Ausdruck, hinter dem sich die tiefen Gräben der verschiedenen Parteien verbergen.

Auf der einen Seite steht vor allem die Ultraszene der Kölner. Die Angaben über ihre Größe schwanken zwischen 500 und über 1000 Anhängern. Aktuell fühlen sie sich durch die Personalisierung von Auswärts-Tickets gegängelt und in ihren Bürgerrechten eingeschränkt. Grundsätzlich fühlen sie sich zu wenig gewürdigt und per Generalverdacht als gewalttätig vorverurteilt und mit Hooligans in eine Schublade gesteckt.

Wie lange hält Spinner noch am Dialog fest?

Auf der anderen Seite stehen zum einen viele tausend regelmäßige Zuschauer und Dauerkarten-Inhaber, denen die Stimmung während der Teilausschluss-Spiele Ende vergangener Saison gut gefallen hat. Sie fühlen sich in ihrer Überzeugung bestärkt: Stimmung im Stadion geht auch ohne Ultras. Zum anderen steht auf der anderen Seite der Effzeh selbst, der versucht, einen Kompromiss zwischen beiden Fan-Lagern zu finden und gleichzeitig DFB und DFL zufrieden zu stellen.

Lange hatte vor allem Präsident Werner Spinner die eigene Fan-Szene immer wieder verteidigt. Er hatte die Polizei für ihre Übertreibungen kritisiert, die Medien dafür, Vorfälle wie die Scharmützel vor dem ersten Heimspiel gegen Wolfsburg aufzubauschen. Aber auch ihn hat der Alleingang des „Südkurve e.V.“ verärgert. Wie lange hält er noch an jenem Dialog fest, über den er selbst sagt, er habe Grenzen?

Weiterlesen: Angst vor „englischen Verhältnissen“? Wer ist das FC-Herzstück?

2 Kommentare
  1. hapeen says:

    Die sind doch nicht ganz dicht im Karton.
    Ich bin seit den Zeiten von Leo Wilden, Heinz Hornig, Ewert usw. mit dem FC verbunden.
    Ich bin ein wirklicher Fan, hab mit meinem FC gelitten und stand mit Weisweiler vorm Rathaus und hab mir die Lunge aus dem Hals gebrüllt.
    Aber nie, nie habe ich Pyro gezündet, oder mich böse (hust, nuja) über gegnerische Fans ausgelassen. (Sieht man mal von Leprakusen und Ostholland ab) . Leute wie ich, von denen es viele tausende gibt, sie sind das Herz des FC. Still leidend, und hoch erfreut über unsere Entwicklung. Nicht der Mob, der Busse angreift und Menschen zusammenknüppelt. Mit denen will ich nichts zu tun haben, mit denen haben wir echte Fans nichts, aber auch gar nichts gemein.
    Es wird Zeit, das MEIN Verein sich von diesen Chaoten distanziert. Endgültig.

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