,

Die Arroganz der Referees: Sperre für das Gespann?

„Mit dem Bauch“, hatte Bastian Dankert gedacht, habe Leon Andreasen den Ball über die Linie gedrückt. Es war eine fatale Sinnestäuschung des Schiedsrichters, die dem 1. FC Köln eine ärgerliche 0:1-Niederlage gegen Hannover 96 beigebracht hatte. Der DFB äußerte sich nun kritisch zur Leistung der Unparteiischen. Fraglich bleibt allerdings, ob sich grundlegend etwas ändert.

Köln – Es sind Situationen wie diese, in denen selbst ewig seine Referees schützende und unkritische DFB keine andere Wahl hatte. Herbert Fandel, Vorsitzender der DFB-Schiedsrichterkommission, erklärte am Tag nach dem Skandaltor die Leistung des Schiedsrichter-Gespannes in Köln für ungenügend. „Das war ein offenes Handspiel, das man hätte erkennen müssen“, sagte Fandel. „Es kann immer mal sein, dass der Schiedsrichter auf dem Platz eine andere Perspektive hat. Aber dafür haben wir ja dann noch drei weitere Schiedsrichter.“

Es waren allerdings nicht nur reihenweise Fehlentscheidungen hüben wie drüben über 90 Minuten, die den Tag zu einem katastrophalen für das deutsche Schiedsrichter-Wesen machte. Es war der Gesamtauftritt der Referees, insbesondere des Vierten Offiziellen Thomas Gorniak, der eine Extra-Schelte der Kölner Verantwortlichen abbekam.

Schiris nehmen Kritik nicht ernst

„Das grundsätzlich Problem, das ich sehe, ist, dass ich das Gefühl habe, dass die Schiedsrichter Kritik zu 90 Prozent nie ernst nehmen“, legte Trainer Peter Stöger nach der Partie die Finger in eine Wunde, die schon von diversen Trainerkollegen im Laufe der letzten Monate angesprochen wurde. Stöger wollte es nicht Überheblichkeit nennen. Doch der Arroganz-Vorwurf kreist schon seit längerem über den Offiziellen.

Weiterlesen: „Die Rolle des Vierten Offiziellen habe ich noch nicht begriffen“

2 Kommentare

Dein Kommentar

Willst du an der Diskussion teilnehmen?
Mache mit!

Schreibe einen Kommentar