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Verpasste Chance: Frontzeck hat sich vergaloppiert!


„Es gehört dazu, dass unglückliche Entscheidungen getroffen werden. Das ist Teil des Spiels“, verstieg er sich stattdessen. Auch bestritt er, dass er mit dem Spieler nach dem Tor bereits über das Vergehen gesprochen habe, als sich beide am Spielfeldrand etwas zuflüsterten und Frontzeck den Torschützen mit einem Klaps und Schubser zurück aufs Spielfeld beorderte. Nach dem Motto: Ich will vom Handspiel nichts mehr hören, Tor ist Tor! „Taktische Absprachen“ seien Inhalt des Gesprächs gewesen, sagte Frontzeck hinterher wenig überzeugend. Taktisch schon, nur in welcher Hinsicht?

Fliegen wir jetzt nach Buenos Aires?

Die Taktik auf dem Spielfeld mag aufgegangen sein. Hinterher lag Frontzeck mit seiner Taktik hingegen komplett daneben. Zwar nahm er – zurecht, wie auch später Peter Stöger erklärte – seinen Spieler in Schutz und erklärte: „Ich verweigere mich, dem Leon einen Vorwurf zu machen. Er ist zu einhundert Prozent Sportsmann. Ich stehe zu ihm. Zu sagen, er hätte betrogen, da muss man vorsichtig sein.“ Doch dann fügte Frontzeck an: „Fliegen wir jetzt noch mal nach Buenos Aires und sprechen mit Diego Maradona?“

Mit diesem Hinweis auf die zweifelhaft weltberühmte „Hand Gottes“ ließ Frontzeck schließlich die Katze aus dem Sack. Seine Meinung zu dieser Szene lautete ganz offensichtlich: Tor ist Tor, egal wie – morgen redet ohnehin keiner mehr drüber. Damit hatte sich der Hannoveraner endgültig vergaloppiert – und leider die Chance verpasst, mit einer fairen Geste in Richtung 1. FC Köln für einen sauberen Abgang im Sinne des Sports zu sorgen.

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