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Drei Sechser im Startelf-Lotto: Wer wird "bestraft"?

Auch am Sonntag werden Peter Stöger und Manfred Schmid wieder zu Zockern. Sie werfen die Rückennummern ihrer Spieler in eine große Trommel und ziehen diejenigen, von denen sie glauben, dass sie dem 1. FC Köln einen Sechser im Lotto – also drei Punkte gegen Hannover 96 – bescheren werden. Im Fokus werden dabei vor allem drei Sechser stehen. Denn nur zwei können spielen.

Köln – Stöger und Schmid haben es nicht leicht. Wie erklärst du einem Spieler, der gut trainiert, gut spielt und sich einen Platz in der Startelf verdient hätte, dass er nicht von Beginn an spielen wird? Am Sonntag werden die Effzeh-Trainer genau diese Aufgabe mit viel Diplomatie, aber auch Ehrlichkeit erledigen müssen. Im Fokus: Kevin Vogt und Yannick Gerhardt.

Vertrauensperson Lehmann ist unantastbar

Der eine oder andere mag sich fragen, warum nicht Matthias Lehmann. Die Antwort: Weil der Kapitän aktuell unantastbar ist bei den Geissböcken. Stöger und Schmid vertrauen dem 32-Jährigen blind, setzen auf ihre Vertrauensperson, auf ihre taktische Hand auf dem Feld. Lehmann ist seit über zwei Jahren der unscheinbare Lenker im Defensivverbund der Kölner, völlig egal, ob Vogt oder Gerhardt in wichtigen Spielstatistiken besser sein mögen.

Stöger und Schmid setzen auf die Erfahrung des Sechsers, auf dessen Sicherheit und geringe Fehleranfälligkeit. Lehmann, der vor der Ankunft der beiden Österreicher ein nervliches Wrack und in Köln bereits unten durch war, hat sich seit Sommer 2013 zu einer Führungspersönlichkeit entwickelt, die auch in Liga eins bislang nicht zu ersetzen ist. Vogt wächst langsam in eine ähnliche Rolle hinein, übernimmt mehr und mehr dirigierende Funktionen auf dem Platz. Gerhardt ist mit seinen 21 Jahren noch nicht soweit. Für die junge Kölner Mannschaft ist Lehmann daher unersetzlich – völlig egal, wie gut Vogt und Gerhardt in Form sind.

Weiterlesen: „Wir werden Yannick nicht bestrafen“

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