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2018 wird zum Schlüsseljahr – die Folgen der Rekordbilanz

Überhaupt könnte 2018 zum Schlüsseljahr für einen Quantensprung werden. Dann laufen die Verträge mit Hauptsponsor Rewe und Ausrüster Erima aus. Erreicht der Effzeh sein Ziel, sich in Liga eins zu stabilisieren, dürften die nächsten Verträge – ob mit den gleichen Unternehmen oder Konkurrenten – deutliche Sprünge beinhalten. Aktuell zahlt beispielsweise Rewe rund fünf Millionen Euro pro Saison. Zum Vergleich: Der HSV, mit dem man sich auf Augenhöhe wähnt, kassiert pro Spielzeit 7,5 Millionen Euro von Emirates – jenes Unternehmen, mit dem sich der Effzeh kürzlich – offiziell privat – getroffen hatte.

Passend dazu enden im Jahr 2018 wichtige Schuldentilgungen. Die Verbindlichkeiten des Klubs sehen aktuell wie folgt aus:

  • 12,5 Mio. Euro in der Anleihe, die 2012 herausgegeben wurde – sie wird 2017 fällig. Eine Neuauflage ist möglich, aber auch ein Verzicht und die Auszahlung.
  • 5 Mio. Euro an Privatdarlehen – drei Privatpersonen haben dem Klub diese Summe ausgelegt. Die Tilgung soll bis 2018 erfolgen, kann aber jederzeit durchgeführt werden. „Das ist eine Frage unserer Liquidität“, so Wehrle.
  • 5 Mio. Euro an Bankdarlehen – mit einem Rückzahlungsplan von gestaffelt knapp einer Mio. pro Jahr bis 2020.

Im Sommer 2018 wären also die Privatdarlehen getilgt und die Bankdarlehen zu über der Hälfte zurückgezahlt. Die Anleihe wäre entweder ausgezahlt oder neu aufgelegt. In jedem Fall gilt: Der FC soll laut Tilgungsplan schon 2018 nahezu schuldenfrei sei. Im Jahr 2020 soll dieses Ziel endgültig erreicht sein.

Der Ausblick auf die nächsten drei Jahre zeigt also, warum Alexander Wehrle und Jörg Schmadtke nicht müde werden zu betonen, wie wichtig die Etablierung des Effzeh in Liga eins ist. Vermeidet Köln einen neuerlichen Gang ins Bundesliga-Unterhaus, könnten die Geissböcke im Jahr 2018 den nächsten Entwicklungs-Turbo zünden: neue Sponsorenverträge, ein bessere Position im TV-Ranking für den dann gültigen neuen Fernsehvertrag, dazu die Perspektive, die Überlegungen vorantreiben zu können, das RheinEnergieStadion zu übernehmen und auszubauen. Denn: Eine höhere Kapazität könnte zwischen zehn und fünfzehn Millionen Euro Mehreinnahmen pro Saison generieren.

Sportlicher Erfolg ist zwar nicht alleine mit Geld planbar. Doch der vor drei Jahren noch fast insolvente Klub könnte in drei Jahren die Wende zum Guten tatsächlich vollzogen haben.

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