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Sperre für Andreasen? Stöger fände es "sinnlos"

Der Kontrollausschuss des Deutschen Fußball-Bundes (DFB) ermittelt gegen Leon Andreasen. Dem Hand-Torschützen gegen den 1. FC Köln droht nun eine mehrwöchige Sperre wegen „krass sportwidrigen Verhaltens“. Peter Stöger schüttelt darüber nur noch den Kopf. 

Köln/Hannover – Der dänische Nationalspieler wurde vom DFB zu einer Stellungnahme aufgefordert. Es soll geprüft werden, ob Andreasen den Ball in der 38. Minute bewusst mit dem rechten Arm zum Siegtreffer für Hannover 96 ins Tor befördert hatte. Er könnte nachträglich gesperrt werden.

Ich muss nicht alles verstehen

Für Peter Stöger ist die Ermittlung der falsche Weg. „Ich finde es sinnlos“, sagte der Österreicher am Dienstag. „Ich verstehe es nicht, aber ich muss ja auch nicht alles verstehen.“ Der FC-Coach hatte schon am Sonntag eine Lanze für den Spieler gebrochen. „In so einer Situation ist es nicht der Job von Leon Andreasen selbst aktiv zu werden“, hatte der 49-Jährige gesagt und sogar angefügt: „Ich bleibe auch dabei, dass es, selbst wenn der Schiedsrichter fragt, nicht sein Job ist zu sagen: es war so. Es wäre der Job des Schiedsrichters gewesen das zu erkennen.“

Beim 1. FC Köln wollen sie die Szene und das Spiel ohnehin so schnell wie möglich aus den Köpfen bekommen. „Es nützt ja nichts. Wir brauchen dem nicht nachweinen. Es ist gegessen“, so Stöger. „Jetzt konzentrieren wir uns auf die nächsten interessanten, schweren Aufgaben.“ Mit dem Auswärtsspiel beim FC Bayern am kommenden Samstag steht eine solche hohe Hürde unmittelbar bevor.

Was meint Ihr? Hat Stöger recht? Oder sollte Andreasen doch gesperrt werden? Nutzt unsere Kommentarfunktion weiter unten und diskutiert mit!

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3 Kommentare
  1. Markusm021
    Markusm021 says:

    Bei so einem krass unsportlichen Verhalten sollte eine drastische Sperre ausgesprochen werden. Schwalben, Tätlichkeiten und offensichtliches betrügen durch Handspiel sollte mindestens eine Sperre von fünf Spielen nach sich ziehen. So schützt man auch die Schiris, denn nicht jeder Fall ist so offensichtlich wie der oben genannte.

  2. Hänneschen
    Hänneschen says:

    Dass der Trainer des 1. Fc Köln den gegnerischen Spieler Andreasen in Schutz nimmt, ist bemerkenswert. Dass Stöger aber der Nachfrage eines Schiris so wenig Stellenwert einräumt, ist nicht nachvollziehbar. Das ist doch der letzte Funken von Fair Play, der im Profi-Sport noch vorhanden ist. Und sollte nachträglich hart bestraft werden können, wenn herauskäme, dass der Spieler die Unwahrheit gesagt hat. Für einen Fair-Play-Preis sollte konsequent nur vorgeschlagen werden können, wer von sich aus und nicht erst auf Nachfrage geständig war.

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