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Stöger meidet Geldstrafe – Schmadtke tobt: "Fahrlässig!"

Der 1. FC Köln verliert mit 0:1 (0:1) gegen Hannover 96. Das Tor erzielt Leon Andreasen in bester Volleyballer-Manier (38.) nach einem Eckball mit der Hand. Schiedsrichter Bastian Dankert erkannte auf Tor, obwohl ganz Köln lautstark protestierte. Auf die Idee, den vermeintlichen Torschützen zu fragen, kam er nicht. Das erzürnte hinterher die Seele der Geissböcke. Der GBK fasst die Stimmen zur umstrittenen Entscheidung zusammen.  

Jörg Schmadtke: „Ich habe es so gesehen wie die meisten im Stadion. Im Handball nennt man das Kempa-Trick. Wir haben mittlerweile vier Leute im Stadion rumturnen, die es noch nicht mal für nötig gehalten haben, den Spieler zu fragen. Der Schiedsrichter hat versucht zu kommunizieren, aber wenn er versucht hat, mit dem Vierten Offiziellen zu reden, dann kann man auch mit der Wand reden. Das haben wir ja auch versucht. Aber das war schwierig. Der hat relativ wenig vom Spiel mitbekommen. Was mich aber wundert, ist, dass der Schiedsrichter keinen Impuls hatte, den Torschützen zu fragen, wenn so viele Spieler auf ihn zustürmen. Dass das nicht passiert, halte ich für fahrlässig. Ich habe vor zwei Wochen gehört, dass wir die besten Schiedsrichter der Welt haben. Aber ich werde jede Woche wieder eines anderen belehrt.“

Peter Stöger: „Ich war schon verwundert, dass er schon das Foulspiel vorher nicht gepfiffen hat. Und dann habe ich mich eben noch mal gewundert. Der Schiedsrichter hat einen Fehler gemacht. Mehr möchte ich dazu aber eigentlich nicht sagen. Ich habe in den letzten Wochen gesehen, dass es teuer werden können.“ Auf Nachfrage fügte er jedoch an: „Ich werde jetzt nicht darüber diskutieren, weil wir heute krass benachteiligt wurden. Ich habe heute viel mehr das Problem gehabt, dass ich versucht habe, mit den Schiedsrichtern zu sprechen. Aber zu einem Gespräch gehören immer zwei. Ich war der einzige, der geredet hat. Das hat es heute nicht einfacher gemacht. Ich weiß nicht, ob es die Aufgabe des Schiedsrichter ist nachzufragen. Es ist aber nicht die Aufgabe des Spielers Andreasen, zum Schiedsrichter zu gehen. Ich schätze ihn als sehr fairen Sportsmann.“

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