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Zwischen Favoritenrolle und verkehrten Vorzeichen

Wenn es am Sonntag zum Duell des Tabellen-5. und des Tabellen-17. kommt, treffen zwei Teams in vertauschten Rollen aufeinander. Der 1. FC Köln entwickelt sich seit dem Abstieg 2012 stetig wieder bergauf, Hannover 96 dagegen stetig bergab. Trotzdem liegt die Favoritenrolle nicht eindeutig beim Effzeh.

Köln – Sportlich gesehen stehen beide Teams nach acht Spielen verdientermaßen dort, wo sie stehen. Der 1. FC Köln hat sich durch einen offensivstarken Saisonstart und weitestgehend auch defensiv überzeugenden Spielen wie gegen Mönchengladbach und Schalke den fünften Rang und 14 Punkte verdient. Hannover 96 dagegen konnte erst am siebten Spieltag den ersten Sieg einfahren und steht mit der zweitschlechtesten Defensive sowie zweitschlechtesten Offensive der Liga ebenso verdientermaßen auf einem direkten Abstiegsplatz.

Viele Millionen liegen zwischen 96 und Köln

Dennoch ist die Ausgangslage nicht so einfach wie die Tabelle sie erscheinen lässt. 96 spielt im 14. Jahr in Folge in der Bundesliga. Durch die Erfolge aus der Ära Schmadtke/Slomka liegen finanziell noch immer viele Millionen zwischen dem Effzeh und Hannover. Alleine bei den Fernsehgeldern liegen die Roten in der Fünf-Jahres-Wertung auf Rang sechs, kassieren in dieser Saison rund 42 Mio. Euro, während sich der Effzeh mit gut 25 Mio. Euro (Quelle: fussball-geld.de) begnügen muss.

„Die waren ein paar Jahre relativ erfolgreich“, lacht Jörg Schmadtke vor dem Wiedersehen mit den alten Bekannten. „Wir gehören im zweiten Jahr zur ersten Liga. Hannover ist über zehn Jahre dabei. Das ist ein deutlicher Unterschied.“ Ein Unterschied allerdings, den Köln zu Beginn dieser Saison sportlich gesehen auf den Kopf gestellt hat. Zwölf Plätze liegen zwischen beiden Teams – zwölf Plätze, die die Geissböcke in eine trügerische Favoritenrolle hinein manövrieren.

Weiterlesen: „Es geht nicht darum, sich oben festzusetzen“

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