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Hitz spendet an Kölner Kinder – FCA verschenkt Rasenmäher

Es war ja zu befürchten, dass diese Szene noch ein Nachspiel haben würde. Dass sie aber so ausgehen würde, das war nicht abzusehen. Nach der Elfmeterpunkt-Sabotage durch Marwin Hitz beim Spiel seines FC Augsburg im RheinEnergieStadion gegen den 1. FC Köln ließen zunächst die Kölner Sportstätten dem Torhüter eine kuriose Rechnung zukommen. Der Keeper und sein Klub ließen es sich daraufhin nicht nehmen, zu kontern.

Köln – „So, Herr Hitz – Schluss mit Lustig!“ Mit diesen Worten begann auf Facebook die Mitteilung, dass dem FCA-Torhüter ein Schreiben bevorstehen würde. „So einfach kommen Sie uns nicht davon, wir bitten Sie zur Kasse.“

Die Rechnung an Marwin Hitz.

Die Rechnung an Hitz.

Darunter fand sich eine Kopie der Rechnung, die an Hitz rausgegangen war: 22,80 Euro für den Austausch eines Quadratmeter Rasens, dazu zwei Arbeitsstunden für insgesamt 80,50 Euro. Summa summarum also 103,30 zzgl. MwSt, macht 122,92 Euro. Mit dem Vermerk, diesen Betrag bei Erhalt spenden zu wollen, baten die Stadion-Verantwortlichen den Augsburger um umgehende Zahlung.

Rasenmäher auf dem Weg nach Köln

Der Torhüter, der vor dem Strafstoß von Anthony Modeste am Samstag den Elfmeterpunkt mit seinen Stollen traktiert hatte, antwortete am Dienstag. „Wenn die Rechnung mit einem Augenzwinkern gestellt wurde, werde ich diese nach Erhalt gerne begleichen“, so der 28-Jährige, der mit einem Lächeln anfügte: „Auch, wenn ich glaube, dass unsere Greenkeeper den Elfmeterpunkt schneller ausgebessert hätten.“

Der Rasenmäher ist auf dem Weg.

Der Rasenmäher ist auf dem Weg.

Passend dazu ließ anschließend auch der FC Augsburg ausrichten: „Auch der FCA‬ ist der Meinung, dass die Ausbesserungsarbeiten keine zwei Stunden dauern sollten. Zur Unterstützung wird der FC Augsburg Kölns Stadion-Chef Hans Rütten daher in den nächsten Tagen einen Rasenmäher des FCA-Partners AL-KO zukommen lassen. Dies ebenfalls mit einem Augenzwinkern.“

Hitz spendet an das Kölner Kinderkrankenhaus

Nachdem nun alle Seiten genug gezwinkert hatten, konnte Hitz wenigstens noch eine positive Botschaft loswerden. Der Schweizer kündigte an, die Spendenaufforderung gerne umzusetzen. „Ich bedanke mich für den Vorschlag des Spendenziels. Gerne richte ich meine jährliche Spende, die ich seit Jahrenaus Überzeugung leiste, an das Kinderkrankenhaus in der Amsterdamer Straße in Köln.“ So hatte seine unsportliche Aktion am Ende zumindest etwas Gutes.

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