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Kevin Vogt im Interview: "Uns Spieler nervt es am meisten"

Kevin Vogt trifft am Samstag auf seinen Ex-Klub. Mit dem FC Augsburg hat der 1. FC Köln noch eine Rechnung offen. Der Mittelfeldspieler der Geissböcke spricht im GBK-Interview über das Wiedersehen, die Torlos-Zeit und die Frage, warum er bei den Fans so polarisiert. Der 24-Jährige sagt: „Wer Übersteiger und Hackentricks bewundern will, für den wird es wohl eher schwieriger sein, meinen Spielstil zu mögen.“ 

GEISSBLOG.KOELN: Herr Vogt, der Trainer fordert mehr Torgefahr aus dem Mittelfeld. Damit sind auch Sie gemeint. Wie sehen Sie die aktuelle Torkrise beim FC?
KEVIN VOGT:
 „Der Trainer hat Recht, die Torgefahr aus dem Mittelfeld darf gerne größer werden. Deswegen finde ich es auch zu einfach, es alleine auf die Schultern von Tony (Modeste) zu übertragen. Aus meiner Position heraus ist es immer ein Abwägen, wann ich vorrücken kann und wann nicht. Wir wollen ja kein Harakiri spielen. Ich muss aber noch mehr versuchen, vorne reinzustoßen, um mich und die Mannschaft auch mal mit einem Tor zu belohnen.“

Das schreibe ich mir auf die Fahne

Sehen auch Sie persönlich gerade in dem Bereich noch Luft nach oben?
Absolut. Ich bin Sechser, aber in Sachen Torgefahr gilt es, noch eine Schippe draufzulegen. Auch bei Standards. Defensiv machen wir es gut, aber offensiv kann ich da noch mehr aus mir rausholen. Bei meiner Größe dürfte ich das eine oder andere Kopfballtor machen. Ich schreibe mir auf die Fahne, dass ich mich da verbessern muss.

Kevin Vogt wird vom Rasen des Berliner Olympiastadions getragen. (Foto: SW)

Kevin Vogt wird vom Rasen des Berliner Olympiastadions getragen. (Foto: SW)

Am besten schon Samstag gegen Augsburg! Haben Sie schon mit Ihren ehemaligen Kollegen gesprochen?
Mit einigen stehe ich noch im regelmäßigen Kontakt, natürlich. Das Verhältnis ist noch sehr gut, mit Tobias Werner und Paul Verhaegh zum Beispiel. Das sind gute Jungs. Gewettet, wie das Spiel ausgeht, haben wir aber noch nicht. (lacht)

In der Rückrunde vieles offen halten

Augsburg hat in dieser Saison Probleme. Woran liegt das Ihrer Meinung nach? An der Doppelbelastung aus Bundesliga und Europa League?
Augsburg ist schlecht gestartet, obwohl es zu diesem Zeitpunkt die Doppelbelastung noch nicht gab. Dann beißt sich auch mal etwas Negatives fest. Wir wären aber auf einem schlechten Weg, sie wegen der bisherigen Saison zu unterschätzen. Sie haben enorme Qualität. Aber wir freuen uns richtig auf das Spiel, besonders ich.

Köln hat aktuell genau den Punktschnitt, den Augsburg letzte Saison in die Europa League getragen hat. Es sieht gut aus für die Kölner, oder täuscht der Eindruck?
Ich glaube nicht, dass Sie hier am Geißbockheim irgendjemanden finden, der sich dagegen wehren würde, wenn wir in der nächsten Saison in Europa spielen würden. Aber darauf liegt überhaupt nicht unser Augenmerk. Wir sammeln erst einmal Punkte für den Klassenerhalt. Dass wir jetzt schon zehn Punkte Vorsprung haben, spricht dafür, dass wir im Soll sind. Wir können bis zur Winterpause noch einiges holen. Und dann sehe ich es genau wie der Trainer, dass wir mit einem guten Start in die Rückrunde vieles offen halten könnten für uns.

Weiterlesen: Warum Vogt polarisiert, woran er arbeiten muss, wie er über die „Ministranten“ denkt

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