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Weber über Löhr: "Ich habe keine Worte dafür"

Der 1. FC Köln trauert um Hannes Löhr. Der ehemalige Spieler, Manager und Trainer der Geissböcke war am Montag im Alter von 73 Jahren verstorben. Der GEISSBLOG.KOELN sprach mit Wolfgang Weber und Klaus Fischer, zudem findet Ihr weitere Stimmen zum Tod des FC-Idols.

Wolfgang Weber: „Ich bin total geschockt. Bernd Cullmann hat mich heute angerufen und gefragt, ob ich es schon gehört hätte. Da wusste ich, dass nichts Gutes kommen würde. Dann musste ich mich hinsetzen und erst einmal Luft holen. Wir hatten gehofft, dass er wieder auf die Beine kommen würde. Wenn man ihn gefragt hat, wie es ihm gehe, sagte er immer, es gehe aufwärts. Aber wer weiß schon, wie es wirklich in ihm aussah? Ich habe keine Worte dafür. Mit Hannes ist ein großer Mensch und ein großer FC-Spieler von uns gegangen. Wir waren bis zum Schluss gut befreundet. Er wird mir fehlen.“

Mit ihm konnte man so viel Spaß haben

Klaus Fischer: „Was für ein Unglück! Er war ein herzensguter und netter Mensch, mit dem man so viel Spaß haben konnte. Er hat mich damals als Manager zum FC geholt, hat mich trainiert. Wir haben uns bis zuletzt immer mal wieder getroffen, wenn es irgendwo Fußball zu schauen gab. Diese Nachricht trifft mich sehr. Ich wünsche seiner Familie alles erdenklich Gute und bin in Gedanken bei ihnen.“

Vizepräsident Toni Schumacher: „Der Tod von Hannes Löhr trifft mich sehr. Er gehörte ohne Zweifel zu den größten Persönlichkeiten des 1. FC Köln, die ich kennenlernen durfte. Er war mein Mitspieler, Trainer und Manager. Zu Beginn meiner Profi-Karriere gehörte Hannes zu den absoluten Führungsspielern beim 1. FC Köln. Als junger Spieler habe ich viel von ihm lernen können. Gemeinsam haben wir das Double 1978 gefeiert. Später haben wir mit ihm als Manager den DFB-Pokal gewonnen und als Trainer internationale Erfolge errungen. Bis zuletzt gehörte er zu dem Kreis an Ehemaligen, die unserem Verein besonders nahe stehen. Hannes hatte einen unvergleichlichen Sinn für Humor. Ein großartiger Sportler und ein liebevoller Mensch ist von uns gegangen. Meine Gedanken sind bei seiner Familie.“

Gespräche mit ihm über Fußball waren ein Genuss

Bundestrainer Joachim Löw: „Mich macht die Nachricht vom plötzlichen Tod von Hannes Löhr sehr traurig. Nicht nur in Köln war er eine Fußball-Institution, auch beim DFB hat er Spuren hinterlassen, besonders bei der U21 und im gesamten Nachwuchsbereich. Er war immer auf dem aktuellen Stand, die Gespräche mit ihm über Fußball waren ein Genuss. Unsere Gedanken sind bei seinen Angehörigen und seiner Familie.“

DFB-Vizepräsident Dr. Rainer Koch: „Die Nachricht kam für uns alle unerwartet und hat im DFB tiefe Trauer und Betroffenheit ausgelöst. Hannes Löhr war nicht nur ein herausragender Fußball-Fachmann, sondern auch eine außergewöhnliche Persönlichkeit. Dass er 1988 als Trainer mit der deutschen Olympiaauswahl Bronze gewonnen hat, bleibt ebenso für immer fester Bestandteil der DFB-Chroniken wie seine 20 Länderspiele oder seine WM-Teilnahme 1970. Hannes Löhr wird dem Fußball fehlen, unsere Gedanken sind bei seiner Familie und Freunden.“


Zum Tod von Hannes Löhr


 

 

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