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Risse mit Baby-Power ins neue Knipser-Glück

Beim furiosen 4:1-Erfolg gegen den SV Darmstadt 98 war Marcel Risse der beste Akteur auf dem Platz – nicht nur aufgrund seines Doppelpacks. Der gebürtige Kölner war auf seiner rechten Außenbahn ein ständiger Unruheherd und bestätigte seine ansteigende Formkurve. Warum es beim 24-Jährigen aktuell so gut läuft, zeigte er dann beim Torjubel: Im Hause Risse steht Nachwuchs an. Sein Baby-Jubel überraschte sogar seinen Trainer.

Köln – Es lief die 52. Spielminute, als sich Marcel Risse auf der rechten Außenbahn gegen Junior Diaz durchsetzte und den Ball – halb Flanke, halb Torschuss, wie der Torschütze später zugab – aufs Tor gebracht. Die Kugel wurde lang und länger und landete schließlich im Netz hinter Darmstadt-Keeper Christian Mathenia. Traumtor! Risse drehte jubelnd ab, nuckelte vor Freude am Daumen. Der Schnuller-Jubel als Erklärung für seine bärenstarke Vorstellung: Baby-Power für Risse.

Meine Frau trägt einen kleinen Ball in sich

Der 1. FC Köln gewinnt dank der Tore von Anthony Modeste und Marcel Risse mit 4:1 gegen Darmstadt. (Foto: MV)

Marcel Risse trifft zum 4:1. (Foto: MV)

Nur 20 Minuten folgte sein nächstes Traumtor! Kapitän Matthias Lehmann bediente Risse perfekt auf halbrechter Posotion. Der 26-Jährige fackelte nicht lange und drosch den Ball flach ins linke untere Eck. Doppelpack für den fleißigen Außenspieler, erst sein zweiter in der Bundesliga. Seinen Treffer zum 4:1 feierte Risse dann mit dem Wiegen-Jubel zusammen mit Kumpel Dominic Maroh. Am Baby-Glück konnte es jetzt keinen Zweifel mehr geben.

Offensichtlich hat den 26-Jährigen der kommende Familien-Zuwachs beflügelt, denn nach 29 Spielen ohne eigenes Tor machte Risse erst den wichtigen Treffer in der Vorwoche gegen Mainz, nun zwei Tore gegen Darmstadt. „Meine Frau trägt einen kleinen Ball in sich. Genaueres werden wir in drei bis vier Monaten sehen“, sagte ein strahlender Spieler des Spiels nach grandiosen Minuten. Der Kölner hatte seine Frau Nina im Juni 2015 auf Mallorca geheiratet. Diese saß am Samstag auf der Westtribüne und konnte eine Gala-Vorstellung ihres Ehemannes bestaunen.

Ich habe das nicht gewusst – ich war nicht dabei

In Feierlaune war der Matchwinner daher gleich aus zweierlei Gründen. Nach dem erfolgreichen Klassenerhalt mit seinem Effzeh kündigte Risse an, das eine oder andere Kölsch trinken zu wollen. Auch Trainer Peter Stöger erteilte seinen Jungs zur Feier des Tages die Kölsch-Erlaubnis. Dass Risse auf dem Weg ist, Vater zu werden, überraschte aber auch den Österreicher: „Ich habe das nicht gewusst – ich war nicht dabei“, sagte Stöger lachend. „Er hat mir auch nicht erzählt, dass er daran arbeitet. Aber das ist eine schöne Geschichte“, witzelte der FC-Coach.

Drei Spiele sind es noch, die Risse seine Form in dieser Saison noch einmal richtig ausleben kann. Am Freitag muss die Mannschaft die lange Reise nach Augsburg antreten. Das Ziel, 40 Punkte zu holen, wurde erreicht. Ob am Ende noch ein paar Punkte dazu kommen und die Geissböcke die Saison tatsächlich auf einem einstelligen Tabellenplatz beenden können, wird auch davon abhängen, ob Risse weiter vom Baby-Glück auch auf dem Rasen wird profitieren können.


Alles zum 4:1-Sieg gegen Darmstadt


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1 Antwort
  1. HÄNNESCHEN
    HÄNNESCHEN says:

    Marcel Risse im Babyglück:
    schnell auf Temperatur
    viele Sprints die Kante lang
    Verschieben im Verbund
    Pferdelunge, Zweikampfhärte
    in Abwehr und Angriff
    Lücke gestopft
    Flanke gesichert
    viel Schweiß
    hitzige Duelle auf dem Boden und im Sprung
    Geplänkel, fünfmal verwarnt
    zwei Assists im Nachbarschaftsduell
    Pille weggehauen
    mal den Zweikampf verloren
    Zu guter Letzt einen Volltreffer plus drei Tore!

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