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"Einmal FC, immer FC": Wehrle trifft Ujah in China

Der 1. FC Köln hat sich den asiatischen Markt ausgesucht, um in den kommenden Jahren seine internationale Vermarktung noch weiter voranzutreiben. Zu diesem Zweck weilen Geschäftsführer Alexander Wehrle und Sportdirektor Jörg Jakobs aktuell in China. Dort trafen sie am Wochenende Anthony Ujah.

Shenyang – Als der Liaoning FC vor wenigen Wochen den ehemaligen Kölner Anthony Ujah für rund 11,5 Millionen Euro von Werder Bremen verpflichtete, war für die meisten FC-Fans klar: Der Nigerianer hat den Tiefpunkt seiner Karriere erreicht. Vom Effzeh nach Bremen gewechselt war er der eigenen Aussage nach aufgrund der besseren sportlichen Perspektive. Ein Jahr Abstiegskampf später erlag er dem Ruf des Geldes aus der chinesischen Super League.

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Am Samstag erzielte er in seinem vierten Spiel für Liaoning gegen Shanghai SIPG sein zweites Tor. Ujah markierte den 3:1-Endstand mit einem Schlenzer ins lange Eck. All dies geschah unter den Augen einer Kölner Fraktion. Alexander Wehrle und Jörg Jakobs waren zu Gast im Shenyang Sports Centre Stadium. Der Geschäftsführer und der Sportdirektor treiben vor Ort in China die Gespräche mit potentiellen Partnern – wirtschaftlich wie sportlich – voran. Am Rande des Spiels trafen sie dann auch den Ex-Kölner Ujah. Dieser postete ein Bild des Treffens auf Twitter und versah es mit einem Hashtag, der für Augenrollen bei den meisten Kölner Anhängern sorgen dürfte: #einmalfcimmerfc.

Der 1. FC Köln ist derweil mit dem Ziel nach China gereist, um Vermarktungspartner zu finden, die den Effzeh im kommenden Sommer 2017 bei seiner ersten PR-Tour mit der Profi-Mannschaft nach China unterstützen sollen. Diese war ursprünglich bereits für dieses Jahr geplant, wurde aber aufgrund des zu engen Terminkalenders mit Saisonendspurt, EM 2016 und Olympia gestrichen. Im Turnier-freien Sommer 2017 soll dieser Trip nun nachgeholt werden.

Köln will an den China-Millionen partizipieren

Auch sportlich fährt Köln die Fühler aus, führt bereits länger Gespräche über einen möglichen Austausch von Talenten und Trainern. Der Fußball in China boomt. Da Staatspräsident Xi Jinping als Fußballfanatiker gilt, pumpen Staat, Wirtschaft und Sport seit wenigen Jahren immense Summen in die Klubs und damit vor allem in europäische Spieler, die für Summen ins Reich der Mitte wechseln, die selbst den finanziell auf Rosen gebetteten Engländern die Schamesröte ins Gesicht treiben. Von diesem Geld will sich der 1. FC Köln zukünftig eine Scheibe von abschneiden.


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5 Kommentare
  1. BingoBongo
    BingoBongo says:

    Der hat hier immer alles gegeben und hat ganz normal von seiner Ausstiegsklausel gebrauch gemacht, welche wir ihm eingeräumt haben. Der Zeitpunkt der Aktivierung war nicht gut gewählt, aber nun gut. Wie es scheint wollten wir nicht mit ihm zu besseren Konditionen verlängern. Der hat sich keinem zu rechtfertigen, ob er dann zu einem sportlich besseren oder schlechteren Verein wechselt. Durch seine Ablöse konnten wir uns Modeste kaufen. Alles in allem war er ein guter Transfer. Sympathien hat der bei mir nur durch seine Schwalbe gegen uns und wegen seiner dummen Aussagen gegen Maroh verloren. Mir ist Ujah momentan schlicht egal. Hassen werde ich ihn nicht, aber lieben auch nicht. Wobei der Hass gegen Spieler welche den Verein verlassen meist von denen kommt, die sich wie kleine Teenager-Mädchen in die Spieler verlieben und deren Herz dann gebrochen wird. Ich bin in erster Fan vom FC und von keinen Spielern. Dieser Personenkult ist nichts für mich. Es gibt keinen Spieler, welcher größer ist als der FC.

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