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Müde Geissböcke mit letzter Kraft auf Platz drei

Der 1. FC Köln hat beim HappyBet Cup in Aachen den dritten Platz belegt. Nach einer 0:1-Niederlage gegen den FC Malaga besiegten die Geissböcke im kleinen Finale Olympique Marseille mit 2:1. Die Spiele wurden über je 45 Minuten ausgetragen.

Aachen – Artjoms Rudnevs mit seinem ersten Tor für den 1. FC Köln und Leonardo Bittencourt sorgten für ein versöhnliches Ende eines anstrengenden Wochenendes. Nach dem 3:2-Sieg am Vortag in Bielefeld kämpften sich die Kölner durch das Turnier. Schwere Beine und Temperaturen über 25 Grad machten den Sonntag am Tivoli zu einer Frage des Willens.

Die Testspiel-Bühne

Der HappyBet Cup war der Nachfolger des Colonia Cup, den die Kölner im Vorjahr gewonnen hatten. Gewinnen konnten sie dieses Jahr die Trophäe nicht. Vor rund 7000 Zuschauern sahen die mitgereisten Kölner Fans eine müde Stöger-Elf, die jeweils in zwei unterschiedlichen Formationen auflief. Nur Frederik Sörensen und Artjoms Rudnevs spielten in beiden Partien über die vollen 45 Minuten.

Das Turnier in zwei Akten

Trainer Peter Stöger brachte in beiden Spielen eine Elf in der 3-5-2-Grundformation. Zwei echte Stürmer, gegen Malaga waren dies Anthony Modeste und Artjoms Rudnevs. Zu sehen war von beiden aber die erste halbe Stunde nichts. Die Andalusier dominierten die Partie, waren flinker auf den Beinen, spielten schnell durch das Mittelfeld und brachten die Kölner Defensive so ins Wanken. Sie fiel in der 19. Minute, als die Spanier über rechts durchbrachen und weder Risse noch Horn und zum Schluss Sörensen auf der Linie den Angreifer Pablo Malla vom 0:1 abhalten konnten. Auch in der Folge blieb der Effzeh harmlos. Die einzige echte Torchance vergab Rudnevs. Der Lette scheiterte nach 29 Minuten unglücklich am Pfosten.

Artjoms Rudnevs erzielt gegen Marseille sein erstes Tor für den 1. FC Köln. (Foto: CvdL)

Artjoms Rudnevs erzielt gegen Marseille sein erstes Tor für den 1. FC Köln. (Foto: CvdL)

So ging es anschließend im Spiel um Platz 3 gegen Olympique Marseille, das im zweiten Halbfinale gegen Alemannia Aachen im Elfmeterschießen verloren hatte. Die zweite Kölner Elf spielte deutlich frischer auf, wenngleich auch im zweiten Spiel nicht viel passte. Nach neun Minuten verpassten Rudnevs und Zoller nach einer Olkowski-Flanke. Vier Minuten später legte der Lette mit der Brust auf Özcan ab, dessen Schuss über das Tor ging. Nach 20 Minuten machte es Rudnevs dann selbst. Eine Bittencourt-Hereingabe grätschte er über die Linie. Dass Rolando anschließend nach einer Ecke den Ausgleich köpfte (23.), machte Bittencourt mit dem Siegtreffer auf Zoller-Vorlage wieder gut (32.). Ein verdienter Sieg zum Abschluss des Wochenendes. Das freute auch den Trainer.

Das sagte Peter Stöger

„Es war zu erwarten, dass die Spieler müde sein würden. Das war offensichtlich und deswegen nicht so aggressiv und nicht so giftig. Ich kann das aber einordnen. Die hohe Belastung war so geplant, deswegen muss ich als Trainer auch zur Kenntnis nehmen, dass es mal den einen oder anderen Fehler mehr gibt. Ich war mit allen eigentlich ziemlich zufrieden. Es war niemand dabei, der nicht mochte. Es haben sich alle gequält. Deswegen ist das okay.“

Aufstellung Effzeh gegen Malaga: Horn – Maroh, Sörensen, Mavraj – Risse, Osako, Höger, Jojic, Rausch – Rudnevs, Modeste

Tor: 0:1 Malla (19.)

Aufstellung Effzeh gegen Marseille: Kessler – Klünter, Sörensen, Heintz – Olkowski, Özcan, Lehmann, Bittencourt, Mladenovic – Rudnevs, Zoller

Tore: 1:0 Rudnevs (20.), 1:1 Rolando (23.), 2:1 Bittencourt (32.)


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2 Kommentare
  1. Wilhelm Funken
    Wilhelm Funken says:

    „Vier Minuten später legte der Lette mit der Brust auf Özcan ab, dessen Schuss über das Tor ging.“ Ich war auch im Stadion, dachte die ganze Zeit die Nr. 21 wäre Öczan, weil Aussehen, Lauf- und Spielstil, wie ich es kannte, nicht zu Bittencourt passten. Erst bei seinem Tor fing ich an zu glauben, dass es wohl doch Bittencourt war. Seid Ihr auch dem Irrtum erlegen? Denn Öczan kommt auch in Eurer Aufstellung nicht vor.

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